Dithmarscher Kohltage

Herbst-Event ehrt Feldgemüse

1986 rief eine Kooperation von Akteuren aus der Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Tourismus die Kohltage ins Leben. Seitdem feiert Dithmarschen jährlich in der dritten Septemberwoche für sechs Tage das größte Herbst-Event an der Schleswig-Holsteinischen Westküste.


Hauptregion des Kohlanbaus


Dithmarschen und Kohl – das ist eine Erfolgsgeschichte mit einer langen Tradition. 1889 startete der Gärtner Eduard Lass (1859-1924) aus Wesselburen den großflächigen Kohlanbau in Dithmarschen und vermarktete das Feldgemüse in ganz Europa.

Heute liegt in Dithmarschen Europas größtes zusammenhängendes Anbaugebiet für Kohl. Auf über 3.000 Hektar gedeihen jährlich rund 80 Millionen Kohlköpfe. Der Marschboden und das milde Klima schaffen ideale Bedingungen für das vitamin- und mineralstoffreiche Gemüse.

Diese Qualität ist europaweit anerkannt: Dithmarscher Weiß- und Rotkohl wurde ins EU-Qualitätsregister aufgenommen und trägt das Gütezeichen „g.g.A.“ (geschützte geografische Angabe).


Programm für jeden Geschmack

Kohl kann mehr als nur Beilage. Gedünstet, gebraten, gebacken oder roh ist das Feldgemüse während der Kohltage die Hauptattraktion auf den Tellern. Gaststätten beweisen kreativ und gekonnt, was sich aus Kohl alles zubereiten lässt.

Die Markt- und Stadtfeste warten mit Aktionen, Musik, Kunsthandwerk und regionalen Produkten auf. Im Kohlosseum in Wesselburen, der Wiege des Kohlanbaus, bietet die Krautwerkstatt ein spezielles Programm.

Die Festtage starten mit dem Kohlanschnitt. Der Kreispräsident und die zwei Kohlregentinnen eröffnen die Erntesaison auf dem Feld des Anschnittshofes. Jährlich wird ein anderer Dithmarscher Gemüselandwirtschaftsbetrieb gewählt, der die Kohltage-Eröffnung ausrichtet.


Kohlregentinnen: Mit Charme für den Kohl und die Region

Die Kohlregentinnen sind Botschafterinnen der Kohltage und des Kreises. Sie werden für zwei Jahre gewählt.

Besucherinnen und Besucher der Kohltage begegnen ihnen auf Märkten und Festen. Auch außerhalb der Kohlsaison werben die Kohlregentinnen wie zur Grünen Woche in Berlin für das Feldgemüse und Dithmarschen.

Warum Regentinnen und nicht Königinnen?
Dithmarschen war bereits im 13. Jahrhundert eine Bauernrepublik. Der Rat von 48 Regenten, wohlhabende Landwirte, bestimmte die Politik Dithmarschens und hielt Gericht. Ab 1447 wurde die Landesversammlung in Heide einberufen und im gleichen Jahr das Landrecht auf dem Heider Marktplatz verkündet. Die Blütezeit erlebte die Bauernrepublik von 1500 bis 1559.


Weitere Informationen zu den Kohltagen gibt es im Internet auf www.dithmarscher-kohltage.de.


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