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"Rückenwind" an Schulen: Mobilitätstraining erleichtert Praktiumsstart

HEIDE. Lange Wege sollen nicht zur Hürde für ein gelingendes Praktikum werden. Deshalb bieten Projektkoordinatorin Andrea Richter und Mobilitätsfachkraft Barbara Sommer im Rahmen des überregionalen Verbundvorhabens „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ ein Mobilitätstraining an. Zielgruppe sind die achten und neunten Klassen der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Beim Projektteilnehmer Gemeinschaftsschule Heide-Ost fand am 29. November 2017 das Mobilitätstraining statt.

Berufswunsch und Ausbildungsbetrieb bereits früh mit Praktika zusammenzubringen, dieses Ziel verfolgt das gemeinsame Projekt „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg. Ein Vorhaben daraus sind die Schulungsmodule zu den Themen „Mobilität“ (Mobilitätscheck) und „Praktikum“ (Knigge und Vorbereitung), die erstmals für das Schuljahr 2017/2018 in allen Kreisen anlaufen. Dafür gehen die Mobilitätsfachkräfte an die Schulen und geben den Jugendlichen zu den jeweiligen Schwerpunkten Tipps und Denkanstöße von der Praktikumssuche bis zum ersten Arbeitstag. Diese Module richten sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, die zum ersten Mal in ein Betriebspraktikum starten. Jedes Thema umfasst eine Unterrichtsdoppelstunde. Die Schulen können flexibel und kostenlos die Module buchen.

Die Gemeinschaftsschule Heide-Ost hat die Module „Mobilität“ und „Praktikum“ für die Achtklässlerinnen und Achtklässler gebucht, da sie im Frühjahr 2018 ihr erstes Betriebspraktikum absolvieren werden. „Diese Schulung ist auch ein großer Motivationsschub für die Jugendlichen, sich rechtzeitig mit der Praktikumssuche auseinanderzusetzen“, sagt Ulla Richter, Fachlehrerin für Wirtschaft/Politik.

Mobilitätstraining an der Gemeinschaftsschule Heide-Ost (v.l.): Projektkoordinatorin Andrea Richter und Mobilitätskraft Barbara Sommer vor der achten Klasse. Foto: Kreis Dithmarschen

Mobilitätstraining an der Gemeinschaftsschule Heide-Ost (v.l.): Projektkoordinatorin Andrea Richter und Mobilitätskraft Barbara Sommer vor der achten Klasse. Foto: Kreis Dithmarschen


Projektkoordinatorin Andrea Richter erklärt: „Je frühzeitiger die Schülerinnen und Schüler auf die Praktika vorbereitet werden, umso größer ist die Chance, dass der erste Kontakt mit der Berufswelt gelingt und sie nicht enttäuscht werden. Dafür gibt die Schulung praktische Tipps und nimmt Ängste.“
Der erste Baustein dieser Schulung ist das Mobilitätstraining. Die Jugendlichen sollen ermutigt werden, auch für ein passendes Praktikum in einer anderen Gemeinde oder einem anderen Kreis außerhalb des Heimatortes Ausschau zu halten – ohne Scheu vor größeren Distanzen. Denn für die Wahl der Praktikumsstelle sollte nicht der bequemste Anreiseweg ausschlaggebend sein.

Beim Mobilitätstraining sollen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Mobilitätsverhalten zum Beispiel in der Freizeit oder auf dem Schulweg analysieren: Mit welchen Verkehrsmitteln bin ich unterwegs? Wenn ich einen Freund besuchen möchte und es fährt kein Bus, was mache ich, um dorthin zu kommen? Den Jugendlichen werden in Einzel- und Gruppenarbeit Lösungen aufgezeigt, wie sie ihr Ziel erreichen können.

Mobilitätsfachkraft Barbara Sommer erklärt: „Die Modulstunde bietet einen geschützten Rahmen für Fragen, die den Jugendlichen vielleicht noch nicht bewusst oder peinlich sind, weil sie zum Beispiel Wissenslücken darüber besitzen, wie sie zum Praktikum fahren sollen. Wir wollen die Jugendlichen ermutigen, Fragen zu stellen und ihre Probleme offen anzusprechen.“

An den Schulungsmodulen Interessierte können sich an Andrea Richter (Telefon: 0481/421148-11; E-Mail: andrea.richter@dithmarschen.de) oder Barbara Sommer (Telefon: 0481/421148-14; E-Mail: barbara.sommer@dithmarschen.de) wenden.

Machen sich für Praktika stark (v.l.): Lehrerin Ulla Richter, Projektkoordinatorin Andrea Richter und Mobilitätsfachkraft Barbara Sommer. Foto: Kreis Dithmarschen

Machen sich für Praktika stark (v.l.): Lehrerin Ulla Richter, Projektkoordinatorin Andrea Richter und Mobilitätsfachkraft Barbara Sommer. Foto: Kreis Dithmarschen


„Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“

Das überregionale Verbundvorhaben „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ wurde im Juli 2016 ins Leben gerufen. Das Projekt hilft den Unternehmen und Jugendlichen bei der Zukunftsplanung und wirkt so langfristig dem Fachkräftemangel an der Westküste entgegen. Dafür haben die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg eine Praktikumsoffensive gestartet: Auf der Online-Praktikumsbörse (www.praktikum-westkueste.de) haben sich seit März 2017 rund 800 Unternehmen mit über 2.000 Praktikumsplätzen angemeldet und Mobilitätsfachkräfte nehmen vor Ort ihre Arbeit auf. Die Kreise sind Partner in der Regionalen Kooperation Westküste zur Stärkung der Wirtschaft. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 800.000 Euro aus dem Förderprogramm „Kommunen innovativ“ unterstützt. „Rückenwind“ bietet einen kostenlosen Service, der allen Betrieben, Berufseinsteigerinnen und -einsteigern sowie Schulen offen steht.

Autor: Pressestelle, 29.11.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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