Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Einblick ins Innenleben der Dithmarscher Kohltage

HEIDE. Ungebrochen beliebt locken jährlich die Dithmarscher Kohltage zigtausende Gäste in die Region. Dem voraus geht ein erheblicher organisatorischer Aufwand, der im Wesentlichen vom Verein zur Förderung Dithmarschens e. V. in Zusammenarbeit mit Dithmarschen Tourismus getragen wird. „Das Endprodukt stimmt, aber der Weg dahin wird schwieriger“, so Karl-Albert Brandt, Vorsitzender des Förder-vereins. Immer mehr wird die Auswahl eines Anschnittshofes für die Eröffnungsfeier zum Problem. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste wurden hierzu sowie zu weiteren „Baustellen“ Handlungsansätze erarbeitet, über die die Mitgliederversammlung am 27. November 2017 zu entscheiden hatte. Im Fokus der Veränderungen steht ein flexibleres Rotationsprinzip bei der Wahl des Anschnittshofes.

Traditionell starten die Dithmarscher Kohltage mit dem feierlichen Kohlanschnitt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Der Arbeitsaufwand mitten in der Erntezeit und die bis zu 5.000 Gäste zum Auftakt stellen für den gastgebenden Betrieb zunehmend eine Herausforderung dar. Brandt: „Die lange Vorbereitungszeit und der Aufwand mitten in der Erntezeit schrecken viele Betriebe ab. Auch besitzen einige Höfe nicht genügend Platz für die steigenden Gästezahlen.“

Der Verein zur Förderung Dithmarschens beschloss einstimmig auf seiner Jahreshauptversammlung am 27. November 2017 ein flexibleres Rotationsverfahren für die Anschnittshöfe. Wurde bisher streng darauf geachtet, dass der feierliche Anschnitt in einem möglichst regelmäßigen Wechsel in allen Ämtern im Kreisgebiet veranstaltet wird, sollen zukünftig Ausnahmen möglich sein. Aktuell ist Brandt noch auf der Suche nach einem Anschnittshof im Bereich der Stadt Brunsbüttel für 2018.

Folgende Rotation in den nächsten drei Jahren ist vorgesehen: Neben 2018 Brunsbüttel sind für 2019 das Amt KLG Eider und 2020 das Amt KLG Amt Heider Umland vorgemerkt. Sollte aber einmal kein Anschnittshof gefunden werden, hält man nach Höfen in weiteren Kommunen in Dithmarschen Aus-schau. Das Kohlosseum in Wesselburen fungiert zukünftig als alternativer Veranstaltungsort, sollte der Fall eintreten, dass in ganz Dithmarschen kein Hof gefunden wird. Bei wiederkeh-renden Problemen sollen weitere feste Veranstaltungsorte ausgewählt werden.

Auch hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, die bereits bestehende ehrenamtliche Arbeit zu entlasten sowie neue Unter-stützerinnen und Unterstützer für die Kohltage zu gewinnen.

„Die Dithmarscher Kohltage sind eine überregional bekannte Marke, die von vielen ehrenamtlich Engagierten getragen wird. Damit das so bleibt und sich weiterhin trägt, sind auch Veränderungen in der Organisation und Planung nötig“, erklärt Brandt. Dithmarschen Tourismus-Geschäftsführer Helge Haalck ergänzt: „Es geht nicht darum, die Kohltage komplett umzukrempeln, sondern sie behutsam zu modernisieren. Vieles läuft bereits gut und hat sich etabliert wie die Dauer der Kohltage von sechs Tagen und der Auftakt am Dienstag mit dem Anschnittsfest.“

Zusätzlich möchte der Verein die Aufwandsentschädigung für die Eigentümerinnen und Eigentümer der Anschnittshöfe aufstocken. Auch sollen die Kohlregentinnen zukünftig mehr unterstützt werden. Ihr Etat, aus dem sie u.a. auch die Reise-kosten bestreiten, wird erhöht. Daneben gibt es ab 2018 eine feste Ansprechpartnerin für die Kohlregentinnen, die zum Beispiel die Terminplanung koordiniert und sie für die Auftritte berät.

„Die Landwirtinnen und Landwirte der Anschnittshöfe und die Kohlregentinnen investieren ihre Freizeit und Energie in das Herbst-Event. Dabei sind sie auch Botschafterinnen und Bot-schafter der Kohltage. Für Ihre Bereitschaft und Ihren Einsatz danken wir sehr“, so Brandt.

Für die Begutachtung der Dithmarscher Kohltage haben sich die Verantwortlichen der Hilfe der Fachhochschule Westküste (FHW) bedient. In einem Fallstudienseminar „Dithmarscher Kohltage“ des Studienganges International Tourism Ma-nagement (Wintersemester 2016/17) lagen die Schwerpunkte auf der Struktur und den Potentialen der Dithmarscher Kohltage. „Aus der Zusammenarbeit mit der FHW nehmen wir viele Anregungen mit. Es war auch erfrischend von den Studierenden einen neuen Blick auf die Kohltage zu erhalten, denn viele von ihnen kannten vorher dieses Produktfest nicht und mussten sich ganz neu einarbeiten“, schildert Haalck seine Eindrücke.


Verein zur Förderung Dithmarschens e. V. sucht Mitstreiter

Der Verein zur Förderung Dithmarschens e. V. organisiert mit Partnern und ehrenamtlich Helfenden jährlich die Kohltage, die seit 1986 bestehen. Über die Mitgliedsbeiträge des Kreises, der Kommunen und weiterer Mitglieder werden die Kohltage mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Weitere Mitglieder kommen zum Beispiel aus den Reihen der Landwirtschaft, der LandFrauen, des DEHOGA und der Wirtschaft. Auch sind private Investoren dabei. Dithmarschen Tourismus betreibt die Geschäftsstelle und das Marketing des Vereins.

Neue Unterstützer mit Ideen und Lust an den Kohltagen sind stets herzlich willkommen: „Wer zum Beispiel eine Aktion speziell zu den Kohltagen plant oder das ganze Jahr über den Verein unterstützen möchte, der kann sich gerne an uns wenden. In erster Linie zählt für uns die Freude an den Kohltagen“, sagt der Vereinsvorsitzende Brandt. Weitere Informationen erhalten Interessierte von Helge Haalck (Telefon: 0481/2122551; E-Mail: haalck@echt-dithmarschen.de).


Zahlen, Daten, Fakten: 31. Dithmarscher Kohltage 2017

Die Bilanz zu den 31. Dithmarscher Kohltagen (19. bis 24. September 2017) ist positiv: Zum feierlichen Kohlanschnitt am 19. September auf dem Hof von Hans-Jürgen Timm in Friedrichs-koog kamen rund 5.000 Gäste. Insgesamt 46 DEHOGA-Gaststätten luden zu köstlichen Entdeckungen ein. Die zahl-reichen Markt- und Stadtfest sowie Aktionen wurden von überwiegend ehrenamtlich Helfenden getragen. Die Kohlre-gentinnen Silke Nöhren und Angelina Knuth absolvierten während der Kohltage ein straffes Besuchsprogramm und nahmen dabei zahlreiche Termine wahr.

Für das Marketing der Dithmarscher Kohltage ist Dithmarschen Tourismus zuständig. Neu im Team ist seit August 2017 Projektleiterin Helene Kiehl. Die 31. Dithmarscher Kohltage wurden vielseitig beworben: Neben Plakatwerbung und Anzeigen bildet die Broschüre zu den Dithmarscher Kohltagen das Herzstück: Es wurden 20.000 Exemplare zu den Dithmarscher Kohltagen gedruckt, die kostenlos in den Tourist-Informationen im gesamten Kreisgebiet sowie im Kreishaus in Heide auslagen. Neben dem Print-Marketing lag auch ein Schwerpunkt auf dem Internet: Die Webseite www.dithmarscher-kohltage.de wurde 2017 im September insgesamt 56.339 Mal aufgerufen, davon 35.047 über Smartphones und andere mobile Geräte. Auf Facebook gab es 1.370 Likes sowie 1.350 Abonnentinnen und Abonnenten. Die höchste Beitragsreichweite beträgt 11.954 Personen. Auch online stehen Neuerungen an: Dithmarschen Tourismus e.V. plant für Ende 2018 ein Website-Relaunch.

Gewähren Einblick in die Planung der Dithmarscher Kohltage: Helge Haalck (Geschäftsführer Dithmarschen Tourismus e. V.), Karl-Albert Brandt (Vorsitzender des Vereins zur Förderung Dithmarschens e. V.) und Helene Kiehl (Projektleiterin Marketing, Dithmarschen Tourismus e. V.). Foto: Kreis Dithmarschen

Gewähren Einblick in die Planung der Dithmarscher Kohltage: Helge Haalck (Geschäftsführer Dithmarschen Tourismus e. V.), Karl-Albert Brandt (Vorsitzender des Vereins zur Förderung Dithmarschens e. V.) und Helene Kiehl (Projektleiterin Marketing, Dithmarschen Tourismus e. V.). Foto: Kreis Dithmarschen

 

Autor: Pressestelle, 21.12.2017 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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