Bibliothek / Archiv

  


I. Geschichte

Die Bibliothek des 1986 eröffneten Landwirtschaftsmuseums (LWM) geht in ihrem Grundbestand auf eine Sammlung des langjährigen Leiters der Landwirtschaftsschule St. Michaelisdonn, Heinz Landmann, zurück. Der zeitliche Schwerpunkt des Materials liegt dementsprechend in den Jahren von ca. 1950 bis 1985.

II. Bestände

a) Bücher

Archiv der BibliothekÜber 4.000 Bände, aus allen Bereichen der Landwirtschaft, davon ca. 2.500 aus der Sammlung Landmann mit dem Schwerpunkt Nachkriegszeit bis ca. 1985. Daneben gibt es zwei besondere Bestände: Da ist zunächst die ca. 1.230 Bände und umfangreiches Material in Form von Zeitschriften, Heften, Flugblättern, Broschüren etc. enthaltende Bibliothek Clausen. Dr. Heinrich Clausen (1860 bis ca. 1845) war 1891-1927 Direktor der Landwirtschaftsschule Heide.

Der Bestand wurde dem Museum 1983 von seiner Tochter übergeben und wird als zusammenhängender Komplex im LWM aufbewahrt. Er umfasst etwa die Jahre von 1880 bis ca. 1945 mit deutlichem Schwergewicht auf dem späten 19. Jahrhundert. Auch hier werden alle landwirtschaftlichen Themen erfasst; ein besonderes Schwergewicht liegt aber auf Fragen des Pflanzenanbaues und der Düngerlehre.

Daneben erbte das Museum die aus über 100 Bänden bestehende Büchersammlung der Rosenexpertin Gerda Nissen (1929-1999). Mitte der 1970er Jahre wurden die von ihr in Dithmarschen gesammelten Sorten alter Rosen im Dithmarscher Landesmuseum angepflanzt (1989 ins LWM umgesetzt). Parallel zu ihrer Suche nach den Standorten alter Rosen erweiterte Gerda Nissen ihr Wissen durch diese Bibliothek und wurde so zu einer der führenden deutschen Rosenexpertinnen. Außerdem besitzt das Museum einzelne kleinere Bibliotheken von Landwirten, die diese zur Führung ihres Betriebes benutzten.

b) Prospekte, Bedienungsanleitungen, Hefte, Merkblätter, Broschüren u. ä.

Mehrere Tausend Archivalien dieser Art bilden das eigentliche Herzstück der Landmannschen Sammlung, die das LWM übernommen hat. Hierbei handelt es sich vor allem um Material über landwirtschaftliche Maschinen und Geräte.

c) Zeitschriften

Ca. 80 Zeitschriften sind in größerer Jahrgangszahl als älterer Bestand zu allen landwirtschaftlichen Themen vorhanden oder kommen als aktuelles Abonnement laufend herein.

d) Manuskripte und Archivalien

Hiervon besitzt das LWM nicht viele, aber wertvolle, wie z. B. Protokollbücher einiger landwirtschaftlicher Vereine und etliche Herdbücher. Als größten Einzelbestand verwahrt das LWM den Nachlass des Mühlenforschers Hans-Peter Petersen (1927-2001), den dieser dem Verein für Dithmarscher Landeskunde vererbte.

Seit dem Erscheinen seines schleswig-holsteinischen Windmühlenbuches 1969 konzentrierte Petersen seine Forschungen auf die Mühlen in Dithmarschen. Der rund 160 Archivkartons umfassende Nachlass enthält überwiegend Materialsammlungen und Manuskripte zu den einzelnen Mühlen Dithmarschens.

III. Nutzung

Die Bibliothek des Landwirtschaftsmuseums ist jedem Interessierten zugänglich. Sie versteht sich als Präsenzbibliothek, Ausleihen erfolgen nur in begründeten Ausnahmefällen. Besucher sollten sich vorher schriftlich oder telefonisch anmelden: 04832/ 6 00 06-14; Karsten.Schrum@museum-dithmarschen.de.

Dithmarschen

Zurück

Dithmarschen - Logo

Seitenanfang   -   Drucken

Schleswig-Holsteinisches Landwirtschaftsmuseum -  Jungfernstieg 4  -  D-25704 Meldorf
Telefon: 04832/ 979390  -  E-Mail: kontakt@museum-dithmarschen.de

Dithmarschen
 

Inhalt

I. Geschichte

II. Bestände

III. Nutzung

           
Autor: drkienitz