17. Februar 1500
Die Schlacht bei Hemmingstedt

Die "Helden" der Dithmarscher

Wulf Isebrand

stammte wohl aus Holland und heiratete die Epenwöhrderin Anna Muhl. Er lebte als Bauer in Wöhrden und war mit einflußreichen Geschlechtern verwandt (seine Tochter heiratete den späteren Dithmarscher Regenten Olde Peters Hans Nanne). Wahrscheinlich starb er 1506 an einer Seuche.
Er war der spontane Führer des Abwehrkampfes bei Hemmingstedt, galt als oberster Militärberater Dithmarschens und soll in der Schanze bei Hemmingstedt begraben worden sein.
Stilisierte Darstellungen Isebrands der 1920er und 1930er Jahre sind z. T. nationalsozialistisch geprägt.

 

Phantasievolle Darst. der Schlacht bei Hemmingstedt aus der Mitte des 19.Jhd.Phantasievolle Darstellung der Schlacht bei Hemmingstedt aus der Mitte des 19. Jahrh. Links Jungfrau Telse von Wöhrden mit dem Kreuz.

 

Reimer von Wiemerstedt und Telse von Wöhrden

sind nicht historisch belegte, sondern sagenhafte Figuren. Reimer soll Junker Slentz, den Anführer der Schwarzen Garde, im Zweikampf erschlagen haben.
"Jungfrau" Telse soll als selbsternannte Heerführerin das Feldzeichen der Dithmarscher vorangetragen haben.
Sicher nahm der wohl noch 19-jährige spätere Regent Peter Swyn an der Schlacht teil, wo er ein prächtiges Wams erbeutete.

 

Ermordung von Peter Swyn 1537Der bedeutendste Regent der Bauernrepubik, Peter Swyn, hatte als junger Mann an der Schlacht teilgenommen. Das zeitgenössische Relief auf dem Sühnestein auf dem Lundener Geschlechterfriedhof zeigt seine Ermordung 1537.

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