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25. Dithmarscher Kohltage: Kohl und Kartoffeln, ein tolles Team für Gesundheit und Klima

HEIDE (pid). Viele Kohlrezepte basieren auf einer Kombination mit Kartoffeln. Das ist nicht nur lecker, sondern auch aus ver-schiedenen Gründen gut, so die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Kohl und Kartoffeln auf dem Speiseplan sind das Traumpaar in Sachen Gesundheit und Klimaschutz“, so Karin Tharra von der Verbraucherzentrale in Heide. Von Natur aus kalorienarm, dennoch voller Vitamine, Mineralstoffe, Spurenele-mente und wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe und obendrein noch klimafreundlich dank regionaler Erzeugung mit kurzen Transportwegen.

Viele Menschen glauben beispielsweise, dass die Vitamin- und Mineralstoffversorgung nur mit Zitrusfrüchten oder sonstigen weit gereisten Produkten gewährleistet ist, dabei sind unsere heimi-schen Kohlarten und auch Kartoffeln gute Nährstofflieferanten. So ist Kohl reich an Vitamin C und sowohl Kohl als auch Kartoffeln liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß. Bei der Eiweißversorgung denken die meisten Menschen zuerst an Milchprodukte, Eier oder Fleisch. Oft ist jedoch der Anteil des tierischen Eiweißes in unserer Kost viel zu hoch, mit negativen Folgen für die Gesundheit. Der Anteil pflanzlicher Eiweiße sollte dagegen stärker bedacht werden, Kohl und Kartoffeln liefern gesunde, schmackhafte Alternativen. 

Die Bundesbürger essen ca. 63 kg Kartoffeln pro Jahr, leider nur noch 27 kg davon in unverarbeiteter Form. Der Rest geht als Pommes, Chips oder Pürree in den Verkauf. Dabei ist der Verzehr von gekochten Kartoffeln erstens gesünder, zweitens auch noch klimafreundlicher. Haben 200 g Kartoffeln mit Quark  z.B. nur 314 Kalorien, so sind dies bei 200 g Pommes mit Mayo 720 Kalorien.

Und nun zur Klimabelastung, die Verarbeitung hat darauf einen erheblichen Einfluss: Bis 250 g Pommes (hergestellt aus tiefgefrorenen Backofen-Pommes frites) auf dem Tisch sind, wurden fast 4,5 mal so viele Treibhausgase freigesetzt wie bei 250 g gekochten Kartoffeln.  90 g CO2 pro 250 g-Portion gekochte Kartoffeln beinhalten alle Schritte vom deutschen Anbau über Vermarktung und alle Transporte der Kartoffeln bis nach Hause einschließlich des Kochens. Demgegenüber stehen 400 g CO2 pro 250 g-Portion Pommes frites.

Ein weiterer Faktor, der zur Klimabelastung beiträgt, sind Transporte, vor allem per Flugzeug. So bekommt man für den CO2- Ausstoß einer per Flugzeug aus Kenia importierten Bohne 52 Bohnen aus heimischer Erzeugung. Das Beispiel zeigt, welche Bedeutung regional erzeugtem Gemüse in Sachen Klimaschutz zukommt. Voraussetzung ist natürlich Ehrlichkeit in der Auslo-bung, denn regionalen Produkten, die ihren Namen nicht verdienen, werden die Verbraucher irgendwann die rote Karte zeigen. Kohl allerdings ist wohl eines der Beispiele, wo es kaum Zweifel geben kann und sowohl Erzeuger als auch Verbraucher profitieren. Die heimische Wirtschaft wird gestärkt und die Haushaltskasse mit diesen preiswerten Lebensmitteln geschont.

Und eines zum Schluss: Kalorienreich werden Kohlgerichte nur durch die Zubereitung. Von Natur aus sind sowohl Kartoffeln als auch Kohl kalorienarm und mit dem Fett muss man es ja nicht übertreiben. „Ganz ohne Fett wird es nicht gehen, schließlich ist Fett auch ein Geschmacksträger, aber ein Versuch mit der Hälfte der gewohnten Menge lohnt sich“, so Karin Tharra.

Infos: Beim Kohlanschnitt ist die Verbraucherzentrale Heide mit ihrer Ausstellung „Klimaschutz schmeckt“ und zahlreichem Informationsmaterial vertreten.

Info: Dithmarschen Tourismus, Markt 10, 25746 Heide, Telefon: 0481/2122-555, Fax: 0481/2122-550, E-Mail: info@dithmarschen-tourismus.de, Internet: www.kohltage-dithmarschen.de

www.dithmarschen.de

31.08.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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