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Grußwort des Kreises Dithmarschen zum Jahresende

Liebe Dithmarscherinnen und Dithmarscher,

wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2015 zurück, in dem wir Pflöcke für die Zukunft eingeschlagen haben. Herausforderungen stärken den Zusammenhalt – das hat sich im Jahr 2015 in vielen Bereichen bewiesen.

Nach einem mehrjährigen Prozess konnte im Sommer mit der Auftragsvergabe an die Stadtwerke Neumünster der Startschuss für den Breitbandausbau gegeben werden. Ob auf dem Dorf oder in der Stadt – flächendeckend sollen die Dithmarscherinnen und Dithmarscher schrittweise Zugang zum schnellen Internet erhalten.

Vom Glasfasernetz wird auch das BerufsBildungsZentrum Dithmarschen an den Standorten Heide und Meldorf profitieren. Aber nicht nur davon: Der Kreistag hat 41 Millionen Euro Investitionssumme freigeschaltet für die Optimierung des BBZ. Das ist eine mutige Entscheidung in Zeiten knapper Haushaltskassen, aber eine unerlässliche Investition für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Bildungsstandortes Dithmarschen. Der aktuell vom Kreis herausgegebene Sozialatlas spiegelt uns diesen Handlungsbedarf wider: In Dithmarschen verlassen rund 99 von 1.000 Schülerinnen und Schülern die Schule ohne einen Abschluss. Die Stärkung der Berufs- und Schulbildung ist der Weichensteller für die Zukunft der jungen Menschen.

Mit Fragen zur Zukunft Dithmarschens befasst sich das bereits 2014 veröffentlichte Handlungskonzept Demografie. Die Regionalkonferenzen in 2015 füllen dieses richtungsweisende Papier mit Leben. Jetzt sind die Regionen gefordert, den Detaillierungsgrad zu schärfen und themenbezogen weiter zu diskutieren und zu planen. Mit Ideen für die Zukunft, die aus den Ämtern, Gemeinden und Städten kommen, gestalten wir gemeinsam den demografischen Wandel als Chance für Dithmarschen.

Das Projekt Gemeinsames Dienstleistungszentrum von Kreis und Stadt hat in gewisser Weise auch demografischen Einfluss. Derzeit wird geprüft, ob es gelingen kann, durch gemeinsame Aufgabenerledigungen noch kostengünstiger zu verwalten und in welcher Gebäudestruktur dieses idealerweise stattfinden könnte. Am Ende kann dieses Projekt auch eine Antwort auf den steigenden Fachkräftemangel sein. Ein bundesweit einmaliges Projekt, zu dem im Sommer 2016 eine Grundsatzentscheidung getroffen werden soll.

Neben so vielen Zukunftsthemen ist mit der Wiedereinführung des MED-Kennzeichens im April auch ein Brückenschlag in die Vergangenheit erfolgt – passend zum 750-jährigen Stadtjubiläum Meldorfs. Das MED-Kennzeichen besitzt für viele Dithmarscherinnen und Dithmarscher einen ideellen Wert. In Zahlen lässt sich dies mit bisher rund 3.000 MED-Zulassungen belegen.

Die vielen kulturellen Initiativen in der Vergangenheit schafften nicht nur ein Kulturnetzwerk, das mit den Jahren vielfältiger und größer geworden ist. Sondern diesen Initiativen verdanken wir auch heute, dass der Verein Dithmarscher Volkshochschulen und die Volkshochschule Brunsbüttel den Zuschlag des Landes für den Kulturknotenpunkt Dithmarschen-Steinburg erhielten.

Die Themen sind vielfältig, die den Kreis 2015 beschäftigt haben: Von der Einrichtung einer Jugendberufsagentur sowie eines hauptamtlichen Klimaschutzmanagements über den Abtransport illegal abgelagerter mineralischer Abfälle in der Kiesgrube Schalkholz, Diskussionen zur ÖPNV-Ausschreibung und zum Pflegekinderwesen, die Weiterentwicklung der Meldorfer Museen bis hin zur Entscheidung des Landes, den Hafen in Friedrichskoog zu schließen.

Von der Bedeutung eigentlich ganz oben anzusiedeln, in einem Jahresrückblick aber besonders gut für den Abschluss geeignet: Die Themen Asyl und Flüchtlinge. Am Ende eines Jahresrückblickes steht ein Dankeschön und ein größeres Dankeschön, liebe Dithmarscherinnen und Dithmarscher, kann in diesem Jahr nicht ausgesprochen werden: Viele Menschen in Dithmarschen haben gezeigt, wie man mit ehrenamtlichem Engagement eine echte Willkommenskultur praktizieren kann. Ohne diesen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz, nicht nur in der Erstaufnahmeeinrichtung in Albersdorf oder in der weiteren Flüchtlingshilfe, sondern an vielen anderen Stellen wie im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Wohlfahrtsverband, ist eine funktionierende Zivilgesellschaft heute nicht mehr denkbar.

Mit diesem Geist der Zusammenarbeit, der Bereitschaft für die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und dort Hilfestellung zu leisten, wo hauptamtliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen, werden wir gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft meistern und dem liebenswerten Kreis Dithmarschen eine Zukunft geben!

Liebe Dithmarscherinnen und Dithmarscher, wir wünschen Ihnen friedliche, besinnliche Weihnachten sowie alles Gute und Gesundheit für das Jahr 2016.

                                                                      Ihre

Hans-Harald Böttger                                                                     Dr. Jörn Klimant
Kreispräsident                                                                               Landrat

21.12.2015
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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