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Integriertes Klimaschutzkonzept: Beirat stellt entscheidende Weichen

HEIDE (pid). Das integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Dithmarschen (IKK) befindet sich auf der Zielgeraden. Noch in diesem Jahr – Stichtag ist der 4. Dezember 2012 – werden die an der Planung beteiligten Büros das Papier in der letzten Beiratssitzung zur Diskussion vorlegen. Bereits im ersten Quartal 2013 soll das IKK Dithmarschen in seiner Endfassung vorliegen. Stimmen die politischen Gremien des Kreises zu, wird umgehend die Förderung eines Klimaschutzmanagers beantragt, der dann das IKK Dithmarschen oder zumindest Teile daraus aktiv umsetzen soll. „Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ist Dithmarschen bereits bundesweit an der Spitze“, so Kreisverwaltungsdirektor Christian Rüsen, „auf dem Gebiet der Energieeinsparung und Energieeffizienz ist aber noch viel zu tun.“
 
Rüsen ist davon überzeugt, dass der Dithmarscher Stromüberschuss, insbesondere aus der Windenergie, mit rund 200 % im Jahr 2011 bereits eine erhebliche Menge klimaschädliches CO2 einspart und fossile Energieträger ersetzt, dass es aber noch ein erhebliches Klimaschutz-Potenzial im Wärme- und Mobilitätsbereich zu erschließen gilt, um den CO2-Ausstoß nennenswert weiter zu reduzieren.
 
Rein rechnerisch kann Dithmarschen durch den hohen Anteil an erzeugten erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 klimaneutraler Kreis werden. Langfristig kann dieser Status allerdings nur durch eine deutliche Reduktion des Energieverbrauches gehalten werden.
 
Die zweite Beiratssitzung mit engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Verwaltung, Institutionen und Wirtschaft erwies sich als sehr erfolgreich. So wurden insbesondere die Möglichkeiten der Nutzung der erheblichen Erneuerbaren-Energien-Ressourcen im Kreis aus dem Windenergiestrom diskutiert. Man könne, so hieß es, diese Ressourcen im Wärme- und Mobilitätsbereich einsetzen..
 
Eine besondere Bedeutung kommt dabei laufenden Projekten zur Speicherung von Energie zu. Mit dieser Form der Energienutzung sind allerdings Energieverluste durch die Energieumwandlung, z. B. von Strom in Wasserstoff, verbunden. Daher sollten die Möglichkeiten eines direkten Stromverbrauchs besonders betrachtet werden. Die Nutzung von Stromüberschüssen für akkubetriebene Busse im öffentlichen Personennahverkehr wurde dabei als eine gute Option bezeichnet.
 
Einig waren sich die Beiratsmitglieder darin, dass der Ausbau der Stromnetze oberste Priorität haben muss. Rüsen: „Der volkswirtschaftliche Unsinn, für Strom aus erneuerbaren Energieressourcen, der aus technischen Gründen nicht erzeugt werden darf, zu bezahlen, muss ein Ende haben. Das sollte nicht an den Stromnetzkapazitäten und der Stromnetzstabilität scheitern.“
 
Entscheidende Weichenstellungen gab es in Bezug auf die strategischen Ziele in den sechs Handlungsfeldern Bildung, Erneuerbare Energien, Wohnen, Verwaltung, Unternehmen und Mobilität sowie für übergreifende Maßnahmen. Für die einzelnen Handlungsfelder wurden die im Bürgerdialog identifizierten sowie in den Workshops vertieften und ergänzten Maßnahmenvorschläge in einem Prioritätenraster eingeordnet und es wurden - soweit möglich - Verantwortlichkeiten festgelegt.
 
Christian Rüsen: „Die Hausaufgaben sind verteilt.“
 
Für das IKK Dithmarschen ist es zudem wichtig, die bereits erfolgten kommunalen Klimaschutzmaßnahmen in den kooperierenden Kommunen in einem Maßnahmenkatalog sichtbar zu machen und für die Umsetzungsphase geplante Projekte zu identifizieren, die gegebenenfalls im Rahmen von Energieeinsparungs- und -effizienz-Förderpro­gram­men unterstützt werden können. Projekte können noch bis zum 23. November 2012 an die Kreisverwaltung gemeldet werden. Im Internet ist der Fragebogen unter www.dithmarschen.de ð Regionalentwicklung ð Energie und Klimaschutz zu finden.
 Das Projekt wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.
13.11.2012
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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