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Integriertes Klimaschutzkonzept - CO2-Neutralität:100 Prozent bis 2040

HEIDE/BERLIN (pid). Mit guten Argumenten und einem konstruktiven Gespräch überzeugten Kreisverwaltungsdirektor Christian Rüsen und sein Mitarbeiter, Diplom-Geograph, Erk Ulich, in Berlin die Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Landrat Dr. Jörn Klimant: „Seit wenigen Tagen ist es amtlich. Der Bund fördert die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Kreis Dithmarschen mit 95 Prozent. Der Bescheid über 142.500 Euro liegt auf dem Tisch. Spätestens bis zum Jahr 2040 streben wir eine 100%ige Klimaneutralität in Bezug auf die CO2-Äquivalenz an.“ 7.500 Euro beträgt der Eigenanteil des Kreises Dithmarschen.
 
„Das zu erstellende Integrierte Klimaschutzkonzept für den Kreis Dithmarschen soll zum einen für alle klimarelevanten Bereiche Maßnahmen zur Erreichung dieses Zieles aufzeigen und damit als Entscheidungsgrundlage dienen sowie zum anderen die Entwicklung von Ideen und Strategien für eine Kooperation mit Regionen einschließen, die den Masterplan 100% Klimaschutz umsetzen“, heißt es in der Vorhabensbeschreibung aus dem Kreishaus.
 
Was sich dahinter verbirgt, erläutert Erk Ulich: „Das sind die Senkung des Energieverbrauchs in der Region, die effiziente Bereitstellung und Nutzung von Energie sowie die Nutzung erneuerbarer Energien. Wir werden CO2-Minderungspotenziale ermitteln, Aktivitäten bündeln und weiter entwickeln.“ Christian Rüsen verweist auf den aktuellen Briefkopf des Kreises: „Als 100%-ee-plus-region, die derzeit 212 Prozent der benötigten Energie erzeugt, ist der Kreis Dithmarschen besonders gut aufgestellt.“
 
Zunächst wird im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes eine Energie und CO2-Bilanz der klimarelevanten Sektoren aufgestellt. Ulich: „Handlungsbereiche, die aus einer regionalen Perspektive unter die Lupe genommen werden, sind zum Beispiel Verkehr, Landwirtschaft, Energieerzeugung sowie Bauen und Wohnen. Letzteres betrifft Gebäude der öffentlichen Hand, Gewerbeimmobilien, Privathäuser. Wie lassen sich Klimaschutz und Wertschöpfung miteinander kombinieren?“ Die Antwort liefert Ulich gleich mit: „Klimaschutz bedeutet auch Aufträge für das Handwerk.“
 
Synergetisch sind ebenfalls Maßnahmen zur Bindung von CO2 durch das Anpflanzen von Bäumen oder die Renaturierung von Mooren. Ulich: „Hier werden Bereiche des Natur- und Umweltschutzes tangiert. Die touristische Attraktivität und die Lebensqualität für die Menschen im Umfeld nehmen zu. Klimaschutz wird zum Teil der regionalen Wertschöpfungskette.“
 
Christian Rüsen: „Der Kreis Dithmarschen koordiniert die theoretische Arbeit der kommenden zwölf Monate. Ein Expertenteam hilft. 2013 wird das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Dithmarschen stehen zusammen mit einem Maßnahmenkatalog.“ Das letzte Wort hat der Kreistag. Bürgerinnen und Bürger können sich jederzeit über www.dithmarschen.de über den Stand der Konzeption informieren und Vorschläge einbringen.
 
Alle Städte und Ämter, die mit dem Kreis Dithmarschen kooperieren verzichten auf die Erstellung eines eigenen Klimaschutzkonzeptes.

Trotz der straffen Zeitplanung denkt Landrat Dr. Jörn Klimant bereits einen Schritt weiter: „Danach wird es im Kreis Dithmarschen einen Klimaschutzmanager geben, gefördert vom Bundesumweltministerium; denn Klimaschutz zahlt sich aus.“
04.04.2012
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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