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Jahresgrußwort des Kreises Dithmarschen

Liebe Dithmarscherinnen* und Dithmarscher*,

wir begehen den Jahreswechsel mitten im zweiten Lockdown. Oft wird die Corona-Pandemie mit einem Marathon verglichen, doch bei diesem Marathon geht es nicht darum, wer zuerst ins Ziel kommt, sondern es ist eine Teamaufgabe, die wir nur vereint meistern können.

Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen von Verstorbenen und wünschen allen, die derzeit mit dem Coronavirus infiziert sind, baldige Genesung. Besonders denken wir an die Mediziner*innen und Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die sich auch über die Feiertage um ihre Patient*innen, die vielfach keinen Besuch werden empfangen dürfen, kümmern.

Nicht nur unsere Gesundheit, sondern alle Lebensbereiche beeinflusst Corona. Ein Virus stellte unsere Pläne und Lebensentwürfe auf den Kopf: Einige haben ihre berufliche Existenz und ihre Arbeit verloren, sind von Kurzarbeit betroffen oder müssen Extra-Schichten machen. Familien organisieren ihren Schul- und Kitaalltag neu. Und gerade über Weihnachten und Neujahr können sich Familienangehörige und Freunde nur sehr begrenzt treffen. Viele nehmen Sorgen mit ins neue Jahr.

Schauen wir jenseits von Sorgen auf das Gute und Erreichte im Jahr 2020 zurück, dann sehen wir vor allem den starken Zusammenhalt der Dithmarscher*innen. Engagiert und beherzt setzen sich viele für ihre Mitmenschen ein. Bereits im Frühjahr entstanden vielerorts Initiativen und Nachbarschaftshilfen. Das ehrenamtliche Engagement ist sehr vielfältig in unserer Region – ob im Verein oder individuell.

Von vielen vermisst werden die kulturellen und traditionellen Veranstaltungen, die ausfielen. Dabei können gerade in Krisenzeiten Kultur und Traditionen unterhalten und andere Dinge für einen Moment in den Hintergrund rücken lassen. Lichtblicke bescherten zum Beispiel der KUNSTGRIFF im August und die Dithmarscher Kohltage im September waren auch mit einem eingeschränkten Programm und virtuellem Kohlanschnitt ein Highlight, das vor allem auch die Gastronomie unterstützte.

Auch wenn die Wirtschaft besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen ist, gab es auch Positives. Als Energieregion befinden wir uns in einer spannenden Zeit: In Zukunft spielt das Thema Wasserstoff zunehmend eine große Rolle. Aktuell wird das Projekt „Westküste 100“ in Hemmingstedt vom Bund mit 30 Millionen Euro gefördert. Bundesweit Aufmerksamkeit erlangt Dithmarschen mit Projekten wie dem QUARREE100 im Heider Stadtquartier Rüsdorfer Kamp. Auch besitzt der ChemCoast Park Brunsbüttel, das größte Industriegebiet in Schleswig-Holstein, viel Potential unter anderem mit dem Power-To-Gas-Innovationsprojekt.

Corona ließ neue Netzwerke und Formen der Zusammenarbeit entstehen – besonders auch für die Kreisverwaltung. Das Corona-Team des Gesundheitsamtes wird unter anderem von der Bundeswehr, Studierenden, der Firma Covestro in Brunsbüttel und freiwilligen Helfer*innen unterstützt. E-Government und Digitalisierung verändern unsere Arbeitsbedingungen: Corona hat diese Entwicklung noch einmal beschleunigt.

Wenngleich die Pandemie im Jahr 2020 unser Leben bestimmt hat und wir nicht alle Ziele erreichen konnten, haben wir viele Vorhaben voranbringen können. Zu den größeren Projekten zählen der Neubau der Sporthalle am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Heide und einzelne Bauvorhaben des BerufsBildungsZentrums Dithmarschen in Heide und in Meldorf. Aktuell startet der Umbau des Dithmarscher Landesmuseums.

Der Geschäftsbereich Familie, Soziales, Gesundheit reagiert auf Gesetzesänderungen im Bundesteilhabegesetz mit der Umstellung auf einen regionalisierten Arbeitsansatz und bietet seine Leistungen in einem neu geschaffenen Sozialzentrum ab Sommer kommenden Jahres für den Südbereich von Brunsbüttel aus an.

Besonders danken wir an dieser Stelle den Abgeordneten des Dithmarscher Kreistags und den bürgerlichen Ausschussmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Es hat sich wieder gezeigt, dass ein intensiver Austausch wichtig ist für fundierte Entscheidungen. Worauf wir uns im kommenden Jahr freuen können: Dank des Kreistagsbeschlusses können im Frühjahr alle Dithmarscher Schüler*innen kostenlos in Dithmarschen Bus fahren. Auch die Zusammenarbeit mit den Ämtern und Städten gestaltete sich sehr gut und vertrauensvoll, zum Beispiel bei der Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen zum Infektionsschutz, und auch bei den strittigen Fragen zur Erhebung der Kreisumlage konnten wir eine Einigung erzielen.

Die Corona-Pandemie wird uns auch in 2021 beschäftigen. Hoffnung verspricht der Impfstoff: Um den Jahreswechsel herum werden die ersten Impfungen in Deutschland erfolgen. In Dithmarschen sind wir vorbereitet mit je einem Impfzentrum in Heide und Brunsbüttel.

Aber wir dürfen nicht verkennen, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt und sich viele Auswirkungen der Pandemie erst später und einige nachhaltig zeigen werden. Auch dies Bedarf unserer gemeinsamen Anstrengung, ebenso wie zum Beispiel der Umgang mit der Geflügelpest und das Weiterkommen bei unseren zukunftsgewandten Themen, wie zum Beispiel dem Klimaschutz.

Wir müssen weiter die Kräfte bündeln und uns ohne nachzulassen auf die Eindämmung der Pandemie in Dithmarschen konzentrieren. Sie alle haben die massiven Veränderungen zum Infektionsschutz im öffentlichen Leben mitgetragen und haben großen Anteil daran, dass das Pandemie-Geschehen in Dithmarschen beherrschbar geblieben ist.

Auch wenn die Feiertage in den zweiten Lockdown fallen, sollten wir uns daran erinnern, wofür wir diese Einschränkungen auf uns nehmen: Für unsere Familie, Freunde, Kolleg*innen, Nachbarn – für alle Menschen, insbesondere diejenigen, für die eine Infektion ein hohes Risiko für einen schwerwiegenden Verlauf bedeutet.

Sie haben bewiesen, wie Dithmarschen zusammenhält. Lassen Sie uns nun gemeinsam durchhalten, denn das schönste Geschenk, das wir uns Weihnachten und zum neuen Jahr machen können, ist die Gesundheit.

Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten, besinnliche Feiertage und ein gutes neues Jahr. Alles Gute und vor allem Gesundheit für Sie und Ihre Angehörigen.

Ihre                                                Ihr

Ute Borwieck-Dethlefs                   Stefan Mohrdieck
Kreispräsidentin                             Landrat

22.12.2020
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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