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Stromern oder Dieseln?

HEIDE (pid). „Stromern oder Dieseln?“, das ist derzeit eine der Fragen, die den Kreis Dithmarschen beim Einsatz von Dienstfahrzeugen bewegt. Für einen besonderen Feldver-such hat die Schleswig-Holstein Netz AG der Kreisverwaltung für einige Wochen ein Elektrofahrzeug (Mitsubishi i-Miev) überlassen. Landrat Dr. Jörn Klimant: „Der Praxistest zwischen Elbe und Eider wird zeigen, ob wir in Zukunft unsere Dienstwagen an der Steckdose tanken.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Dithmarschen sind mobil. Mit ihren monatlich gut 20.000 gefahrenen Dienstkilometern schaffen sie es, Jahr für Jahr sechs Mal den Äquator zu umrunden, statistisch gesehen. Landrat Dr. Jörn Klimant: „Obwohl alle 15 Dienstfahrzeuge einen Dieselmotor besitzen, der optimal eingestellt ist, machen wir uns regelmäßig Gedanken, die Umwelt- und Klimabilanz der individuellen Mobilität für den täglichen Dienstgebrauch zu verbessern. Eine Alternative wäre in Zukunft vielleicht der Einsatz von Solar- oder Elektromobilen.“

Bei einer Reichweite von rund 150 Kilometern liegt der Verbrauch des Mitsubishi i-Miev bei rund 14 Kilowattstunden  pro 100 Kilometern. Das entspricht Stromkosten von drei Eurocent pro Kilometer. Landrat Dr. Jörn Klimant: „Das ist unschlagbar günstig.“ Sparsam ist das Elektrofahrzeug auch für die Umwelt, wird doch beim Fahren keinerlei CO2 ausgestoßen. Der Landrat: „Immer knapper werdende fossile Ressourcen erfordern auch im Bereich Mobilität neue Entwicklungen. Elektromobilität stellt trotz derzeit noch bestehender Einschränkungen eine Alternative für zukünftige Anforderungen der individuellen Mobilität dar.“

Vor diesem Hintergrund übergibt Udo Bottländer, Personal-vorstand bei E.ON Hanse, im Namen der Schleswig-Holstein Netz AG, eines Gemeinschaftsunternehmens von zurzeit über 180 schleswig-holsteinischen Gemeinden und der E.ON Hanse AG, einen Mitsubishi i-Miev an Dr. Jörn Klimant, Landrat des Kreises Dithmarschen. Das Fahrzeug war zuvor beim schleswig-holsteinischen Landkreistag in Kiel im Einsatz. Nun testet der Kreis Dithmarschen das Elektroauto.

„Das Thema alternative Fahrzeugantriebe zur Umwelt- und Klimaschonung hat bei E.ON Hanse eine lange Tradition“, erläutert Bottländer den Hintergrund für das Engagement im Bereich E-Mobilität. „Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns zum Beispiel schon mit Erdgasfahrzeugen.“ Heute hat der norddeutsche Energiedienstleister rund 250 erdgasbetriebene Transporter und PKW im Fuhrpark. Dabei wird der Einsatz von Erdgasfahrzeugen nur als Übergangsschritt auf dem Weg hin zu noch klima- und umweltschonenderen Elektrofahrzeugen gesehen. Außerdem betreibt das Unternehmen seit Herbst 2010 unter den Augen der Fachhochschule Kiel einen weiteren Feldversuch, bei dem verschiedenen Kommunen Elektrotransporter für ihre Bauhöfe zur Verfügung gestellt werden, um auch hier die Praxistauglichkeit zu erforschen.

Als Kompetenzregion für nachhaltige Energiepolitik befindet sich der Kreis Dithmarschen (anerkannte 100%-EE-Plus-Region) auf einem guten Weg, betont Landrat Dr. Jörn Klimant. Es würde als Beitrag für einen nachhaltigen Klimaschutz Sinn machen, das Plus an selbsterzeugter regenerativer Energie etwa für die eigene Mobilität zu nutzen.


Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil

Die Schleswig-Holstein Netz AG betreibt rund 53.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsnetze sowie rund 15.000 Kilometer Gas- und 7.500 Kilometer Kommunikationsnetze.
Zum Betrieb dieser Anlagen kann das Unternehmen auf eigene Mitarbeiter sowie die Unterstützung der E.ON Hanse AG mit ihren Spezialisten zurückgreifen. Die Mitarbeiter arbeiten landesweit an 17 Standorten sowie in der zentralen Netzleitstelle in Rendsburg.
Anteilseigner an der Schleswig-Holstein Netz AG sind über 180 schleswig-holsteinische Kommunen sowie die E.ON Hanse AG. Alle Kommunen, die einen Wegenutzungsvertrag mit der Schleswig-Holstein Netz AG geschlossen haben, können Anteile an dem Unternehmen erwerben.

 

Die E.ON Hanse AG im Kurzprofil

Die E.ON Hanse AG ist einer der größten Energiedienstleister in Norddeutschland. Sie betreibt das Erdgasnetz in Mecklenburg-Vorpommern direkt, ihre Tochtergesellschaften Schleswig-Holstein Netz AG sowie Hamburg Netz GmbH sind die Betreiber der Strom- und Gasnetze in Schleswig-Holstein beziehungsweise des Gasnetzes in Hamburg. Daneben verfügt die E.ON Hanse über zwei große Erdgasspeicher und hält verschiedene energiewirtschaftliche Beteiligungen. Die Tochtergesellschaft E.ON Hanse Wärme gehört außerdem zu den größten Betreibern umweltschonender Blockheizkraftwerke in Norddeutschland.
Größter Anteilseigner der E.ON Hanse AG ist mit rund 74 Prozent die E.ON Energie AG mit Sitz in München. Die weiteren Anteile halten die elf schleswig-holsteinischen Landkreise.

www.dithmarschen.de

26.08.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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