Geschäftsbereich Bau, Wirtschaft, Ordnung, Umwelt

Fachdienst Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung

Sachgebiet Regionalentwicklung


Förderprogramme
 
EU Aktionsprogramme
 

EU-Aktionsprogramme sind Förderprogramme der Europäischen Union (EU) zur Unterstützung der europäischen politischen Ziele, die von den Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten vereinbart wurden: Mit dem Hauptziel, der sogenannten Lissabon-Strategie, soll die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt entwickelt werden.

Weitere Ziele der Europäischen Union sind das Göteborg-Ziel zur Verbesserung der Nachhaltigkeit sowie das Ziel, in Europa einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts herzustellen.Die Fördermittel fließen vorwiegend in Projekte, die der Kommission am besten geeignet erscheinen, diese Ziele der Europäischen Union voranzutreiben.

Die Entscheidung für oder gegen einzelne Projekte liegt bei der Europäischen Kommission oder den mit der Verwaltung der jeweiligen Fördermittel beauftragten Europäischen Agenturen (EA) oder Nationalen Agenturen (NA). Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Fördermittel.

Die Aktionsprogramme der Europäischen Union umfassen folgende Bereiche:

  • Beschäftigung und Soziales
  • Kultur, Medien und Bürgerinnen und Bürger für Europa
  • Bildung 
  • Jugend 
  • Justiz und Inneres
  • Umwelt und Gesundheit
  • Forschung und Innovation
 
Informationen zu den einzelnen Förderbereichen:

Beschäftigung und Soziales - PROGRESS
Das Gemeinschaftsprogramm für Beschäftigung und soziale Solidarität "PROGRESS" ergänzt die Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit der Finanzierung von Maßnahmen, die zu einem besseren Verständnis der Ursachen und Probleme von Arbeitslosigkeit führen, um diese gezielter bekämpfen zu können.                      Beschäftigung-Soziales (PDF-Datei)
 
Kultur, Medien und Bürgerinnen und Bürger für Europa

In diesem Bereich gibt es ab 2007 drei Programme:

  • ein Programm für den Bereich Kultur und
  • ein Programm für den Bereich Medien, sowie
  • das Programm "Bürgerinnen und Bürger für Europa",mit der die aktive Unionsbürgerschaft gefördert werden soll.
 
Kultur 2007

Mit dem Programm soll die Zusammenarbeit der europäischen Kulturakteure verbessert werden. Gefördert werden (langjährige) Kooperationsprojekte. Weiterhin werden auf europäischer Ebene tätige Netze unterstützt und die Analyse und Informationssammlung sowie -verbreitung im Kulturbereich gefördert. Wichtig ist die grenzübergreifende Dimension dieser Projekte,

  • um die Mobilität der Kulturschaffenden zu verbessern und
  • eine weitreichende Verbreitung europäischer Kunstwerke zu fördern.
  • Ein weiteres Ziel ist der interkulturelle Dialog.        Präsentation `Kulturprogramm` (PDF-Datei)
                                                                             Kultur 2007 (PDF-Datei)
Medien 2007

Der audiovisuelle (AV) Sektor (Rundfunk, Fernsehen, Kino, Internet) ist ein wichtiges Instrument für die Vermittlung und Entfaltung europäischer kultureller Werte und die Herausbildung einer europäischen Identität. Die Verbreitung europäischer AV-Werke soll dazu beitragen, den interkulturellen Dialog, das gegenseitige Verständnis und das Wissenüber die europäischen Kulturen zu stärken. Das Programm deckt Fördermaßnahmen von

  • Qualifikationserwerb,
  • Produktionsentwicklung,
  • Vertrieb und Ausstrahlung sowie
  • Werbung und Vermarktung ab.

Media-2007 (PDF-Datei)

Bürgerinnen und Bürger für Europa
Das Programm fördert die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern und ihren Organisationen aus verschiedenen Mitgliedstaaten, damit sie in ihrem europäischen Umfeld zusammenkommen, gemeinsam handeln und ihre eigenen Ideen entwickeln können. Konkret werden damit
  • Städtepartnerschaften und Bürgerbegegnungen finanziert, sowie
  • Forschungseinrichtungen und Bürgersorganisationen gefördert,die sich mit europäischen Themen befassen.

Weiterhin werden Studien und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen gefördert,

  • die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken,
  • Geschichte und Werte der EU bewusst machen,
  • den interkulturellen Dialog verbessern und
  • eine europäische Identität stiften.

BürgerInnen-Europa (PDF-Datei)

Bildung

Im Bereich der Bildung gibt es für die Förderperiode 2007 bis 2013 nun ein Integriertes Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens (LLL). Darin gehen sämtliche bisher bestehenden Programme für allgemeineund berufliche Bildung auf. Die Neustrukturierung wurde vorgenommen, um dem Bedürfnis nach lebenslangem Lernengerade im Hinblick auf die neuen Herausforderungen von Wissensgesellschaft und demographischem Wandelbegegnen zu können und um einen einheitlichen, übersichtlichen und gut strukturierten Förderrahmen zu schaffen.  Präsentation “Longlife-Learning-Programme“ (PDF-Datei)

Das integrierte Programm umfasst deshalb die vier sektoralen Einzelprogramme

  • Comenius (Schulbildung),                                                                                     Comenius (PDF-Datei)
  • Erasmus (Hochschulbildung),                                                                                  Erasmus (PDF-Datei) 
  • Leonardo da Vinci (berufliche Bildung),                                                        Leonardo-da-Vinci (PDF-Datei)
  • Grundtvig (Erwachsenenbildung),                                                                             Grundtvig (PDF-Datei)

sowie zwei themenübergreifende und zusammenfassend übergreifende Programme:

  • Querschnittsprogramm (politische Zusammenarbeit,
    Förderung des Sprachenlernen, IKT)                                                    Querschnittsprogramm (PDF-Datei)
  • Jean Monnet (europäische Integration)                                                                Jean-Monnet (PDF-Datei)
Jugend in Aktion

Das Programm JUGEND IN AKTION leistet einen wichtigen Beitrag für den Erwerb von Kompetenzen und ist daher ein entscheidendes Instrument, um jungen Menschen Chancen für eine nicht formale und informelle Bildungmit einer europäischen Dimension zu bieten. Das Programm JUGEND IN AKTION ist ein Programm für alle, fördert die Einbeziehung benachteiligter Jugendlicher und richtet sich an junge Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren.

Präsentation “Jugend in Aktion“ (PDF-Datei)
Jugend (PDF-Datei)

Justiz und Inneres

Zum Schutz anschlaggefährdeter Infrastrukturen wie Verkehrs- und Kommunikationswege, Energieerzeugung, Trinkwasserversorgung und Krankenhäuser setzt die Europäische Union (EU) das Förderprogramm Europäisches Programm zum Schutz kritischer Infrastrukturen (EPCIP) fort. 

Schutz Infrastrukturen (PDF-Datei)

Daneben hat die EU zur Verbesserung der Justiz- und Innenpolitik drei neue Rahmenprogramme entworfen:  

  1. Rahmenprgramm Grundrechte und Justiz
    Dieses Programm enthält neben dem Teilprogramm

    Grundrechte und Unionsbürgerschaft                        Grundrechte-Unionsbürgerhaft (PDF-Datei)

    zwei weitere Programme, aus denen auch kommunale Gebietskörperschaten Gelder erhalten können

    Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen (DAPHNE III)
    Mit diesem Programm soll weiterhin gegen jegliche Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen und Frauen
    präventiv vorgegangen werden.                           Gewalt gegen Kinder, Jugendliche, Frauen (PDF-Datei)

    Drogenprävention und -aufklärung
    Dieses Programm war ursprünglich mit dem Daphne-Programm verbunden, wird nun aber ein eigenständiges 
    Teilprogramm sein. Das Programm verfolgt das Ziel, einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts
    durch Aufklärung über Drogen und Prävention des Drogenkonsums aufzubauen.  

    Drogenprävention (PDF-Datei)
         
  2. Rahmenprogramm Solidarität und Steuerung von Migrationsströmen
    Das Rahmenproramm beinhaltet insgesamt vier Fonds, aus denen die Mitgliedstaaten Gelder erhalten:

    Europäischer Flüchtlingsfonds (EFN)
    Europäischer Rückkehrfonds (RETURN)
    Europäischer Außengrenzenfonds
    Europäischer Fonds für die Integration von Drittstaatsangehörigen

    Für kommunale Gebietskörperschaften ist hauptsächlich der Europäische Flüchtlingsfonds (EFF) und Fonds für die Integration von Drittstaatsangehörigen (INTI) von Bedeutung:

    Der EFF soll die Mitgliedstaaten bei ihren Anstrengungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen und vertriebenen Personen und den sich daraus ergebenden Folgelasten durch Kofinanzierung unterstützen.

    Flüchtlingsfonds-EFF (PDF-Datei)

    Der INTI soll den Mitgliedstaaten dabei helfen, Menschen, die aus anderen Ländern in die EU kommen, zu unterstützten und in die Gesellschaft zu integrieren.
     
  3. Rahmenprogramm Sicherheit und Schutz der Freiheitsrechte
    Dieses Programm soll die Bürger- und Menschenrechte aller EU-Bürger schützen. Es zielt auf die Förderung        der Kooperation bei der Kriminalitätsbekämpfung und umfasst die Teilprogramme
    Prävention, Abwehrbereitschaft und Folgenbewältigung im Zusammenhang mit Terrorakten
    und anderen Sicherheitsrisiken und                                                              Prävention Terror (PDF-Datei)
    Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung (ISEC)                                 Kriminalprävention (PDF-Datei)

Im Wesentlichen umfassen die beiden Einzelprogramme Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung und der Milderung von Terrorfolgen.

 

Umwelt und Gesundheit

In diesem Bereich wird es zukünftig drei Progrmme geben:

  • Aktionprogramm für Gesundheit
    Das Programm führt das schon bestehende Programm in diesem Bereich fort und fördert den Bereich er öffentlichen Gesundheitsversorgung.
  • Umweltförderprogramm LIFE+
    ist das einzie Förderinstrument, as ausschießlich der Umwelt gewidmet ist.
  • Finanzierungsinstrument für den Katastrophenschutz
    zum Schutz der Bevölkerung, der Umwelt und des Kultureres bei Katastrophen
  1. Aktionsprogramm für Gesundheit
    Das Programm soll die Politiken der Mitgliedstaten unterstützen sowie zum Schut und zr Förderung der menschlichen Gesundhei und Sicherheit und zur Verbesserung der öffentlichen Gesundhit beitragen. Einen spezifischen Aktionsbereich zur Bekämpfung einzelner Krankheiten wie ursprünlich vorgesehen gibt es nicht mehr.

    Gesundheit (PDF-Datei)
      
  2. LIFE+ (Life plus)
    LIFE+ stellt für die Förderperiode 2007 bis 2013 das einzige Förderinstrument dar, das ausschließlich der Umwelt gewidmet ist. Die Ziele der Vorgängerprogramme im Bereich Umwelt (unter anderem LIFE, URBAN, Forest Focus) sollen in diesem Programm gebündelt weiter verfolgt werden. LIFE+ soll einen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Umweltpolitik und Umweltrecht der Gemeinschaft leisten und dadurch nachhaltige Entwicklungen fördern. Es betrifft alle vier prioritären Bereiche des 6. Umweltaktionsprogramms für die Jahre 2002 bis 2012:

    Klimawandel, Natur und biologische Vielfalt
    Gesundheit und Lebensqualität
    Bewirtschaftung von natürlichen Ressorcen und Abfall sowie
    die sibenthematischen Strategien des Programms

    Life+ (PDF-Datei)
      

Finanzirunsinstrument für den Katastrophenschutz

Aufgrund der Erkenntnisse aus den Einsätzen vergangener Jahre, insbesondere nach Großkatastrophen         wie Waldbränden oder Tsunamis, wurden Optimierungsvorschläge erarbeitet und umgesetzt. Mit dem         Finanzierungsinstrument sollen die Bemühungen der Mitgliedstaaten für den Schutz der

Bevölkerung,
Umwelt und des
Kulturerbes

bei vom Menschen verursachten Katastrophen, bei Naturkatastrophen, Terrorakten und technologischen, radiologischen oder ökologischen Unfällen unterstützt und ergänzt werden. Außerdem soll die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten beim Katastrophenschutz verbessert werden. 

Katastrophenschutz (PDF-Datei)                                        
      

Forschung und Innovation
 
Für die neue Förderperiode wird es im Bereich Forschung und Innovation zwei Rahmenprogramme geben. Zum einen das Siebte Forschungsrahmenprogramm, das das Vorläuferprogramm fortsetzt, zum anderen das Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit und Innovation.

  1. Siebtes Forschungsrahmenprogramm (RP7)
    Das 7. Forschungsrahmenprogramm unterstützt die Entwicklung und Erforschung neuer Technologien in          ausgewählten prioritären Gebieten. Es ist auf den Beschäftigungsbedarf und die Wettbewerbsfähigkeit Europas ausgerichtet.

    Forschung-RP7 (PDF-Datei)
  2. Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP)
    Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) stellen die wichtigste Zielgruppe der EU im Bereich der Förderprogramme dar. Das Rahmenprogramm stellt deshalb auf die besonderen Bedürfnisse dieser Unternehmen ab. Erwerbstätige mit innovativen Ideen sollen ermutigt werden, ihre Vorstellungen in einem eigenen Unternehmen weiterzuentwickeln und in der Praxis zu testen. So können Arbeitsplätze durch Unternehmensgründungen geschaffen werden. Das Rahmenprogramm gliedert sich in drei          Unterprogramme:

    Unternehmerische Initiative und Innovation (EIP)
    In dem Programm "Entrepreneurshipand Innovatin Pogramme (EIP)" werden Tätigkeitsfelder des Mehrjahresprogramms für
    - Unternehmen und unterehmerische Initiative,
    - Maßnahmen zur Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähgki,
    - Öko-Innovation (einschließlich Umwelttechnologien) sowie
    - Teile des ehemaligen Umweltprogramms LIFE

    zusammengeführt.
     
    Ziel ist es, Unternehmen beider Innovation zu unterstützen, indem das Programm Zugang zu Kapital bietet: Risiko un Chancen werden mit Privatinvestore geteilgt und Rück- oder Mitbürgschaften für nationale Bürgschaftsfazilitäten werden bereitgestellt.
    Die Finanzinstrumente werden vom "European Investment Fund (EIF)" durchgeführt.

    Initiative und Innovation (PDF-Datei)
     
    Unterstützung der Informatons- und Kommunikationstechnik (IKT)-Politik (ICT-PSP)
    Mit diesem Programm soll es noch mehr Bürgerinne und Bürgern der EU ermöglicht werden, nue IKT zu nutzen. Alle Bürger sollen einfach und kostengünstig Zugan gzu lestungsfähign IKT erhalten. Das Programm knüpft an die Zielsetzung der Programme e-TEN, Modinis und e-Content an und steht im Einklang mit der neuen integrierten Strategie "i2010 - Die Europäische Informationsgesellschaft
      
     IKT-Politik (PDF-Datei)
      
    Intelligente Energie Europa (IEE)
    Das Programm IEE fördert die verstärkte Nutzung von neuen und erneuerbaren Energiequellen sowie die Steigerung der Energieeffizienz. Es ist darauf ausgerichtet, die Maßnahmen im Zusammenhang mit der vereinbarten EU-Strategie und ihren Zielen im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung zu beschleunigen, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und den Energieverbrauch weiter zu senken.

    IEE-Programm (PDF-Datei)

 

 
Ansprechpartner
Link
Fachdienstleitung
Uwe Maaßen

zurück