Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Aktueller Sachstand zum Corona-Virus in Dithmarschen

HEIDE. Nachdem am Mittwochabend (04.03.2020) die erste COVID-19-Infektion in Dithmarschen bekannt wurde, hat das Kreisgesundheitsamt in enger Abstimmung mit dem Westküstenklinikum in Heide alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen. Weiterhin befindet sich die betroffene Klinik-Mitarbeiterin in stabilem Zustand in häuslicher Isolation. Bei allen 14 für das Westküstenklinikum in Heide ermittelten Kontaktpersonen, die am Donnerstag (05.03.2020) auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sind, verlief der Test negativ. Somit gibt es zum aktuellen Stand weiterhin nur den einen bestätigten Fall einer COVID-19-Infektion in Dithmarschen.

Der Test der Mitarbeiter*innen der Spezialabteilung im Westküstenklinikum in Heide war notwendig geworden, nachdem eine Mitarbeiterin am Mittwoch (04.03.2020) positiv auf das Virus getestet worden war. Die Betroffene war zum letzten Mal am 23. Februar 2020 auf der Station im Einsatz gewesen und war danach nicht mehr bei der Arbeit. Daher war das negative Ergebnis der Tests erwartet worden.

„Das Ergebnis der Testungen überrascht uns nicht. Wir sind aber dennoch erleichtert. Damit kann der Betrieb auf der Kinderintensivstation ebenso wie in allen anderen Bereichen der Westküstenkliniken ohne Einschränkungen weitergeführt werden“, sagt der Medizinische Geschäftsführer der Westküstenkliniken, Dr. Martin Blümke.

Nach der zügig noch in der Nacht zu Donnerstag abgeschlossenen Ermittlung der 14 Kontaktpersonen im Westküstenklinikum war das Kreisgesundheitsamt umgehend dazu übergegangen, die Kontaktpersonen im häuslichen Umfeld der Klinik-Mitarbeiterin zu ermitteln.

Alle so identifizierten Kontaktpersonen sind zwischenzeitlich von Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes angerufen worden. In den Telefonaten verschaffen sich die Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes zunächst ein Bild über das gesundheitliche Befinden der Person und darüber, in welcher Form der Kontakt zur infizierten Klinik-Mitarbeiterin stattgefunden hat. Werden von den Angerufenen auffällige Symptome beschrieben, fordert das Gesundheitsamt auf, bei telefonischer Vorankündigung über den Arzt beziehungsweise die KVSH einen Abstrich vornehmen zu lassen. Bei unauffälligem Gesundheitszustand klärt das Gesundheitsamt zunächst über die Situation auf und erklärt, wie sich diese Personen im Weiteren bei Veränderung ihres Gesundheitszustandes verhalten sollen.

In sechs Fällen wurde die Probenahme in Form eines Rachenabstrichs veranlasst. Die Ergebnisse stehen noch aus. Als Vorsichtsmaßnahme befinden sich diese Personen in häuslicher Isolation. Sie stehen fortlaufend in telefonischem Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt.

Das Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen steht weiterhin montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0481 – 785 4900 für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Auskünfte zum Corona-Virus können auch eingeholt werden über die Bürgertelefone von Bund und Land:

  • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 – 346 465 100
  • Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 – 797 000 01

Personen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet (darunter auch Teile Italiens) waren oder Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten, sollten sich per Telefon an ihre Hausarztpraxis oder an die Telefonnummer 116 117 der KVSH wenden (auch außerhalb der Sprechzeiten).

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