Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bestätigter Corona-Fall bei einer Mitarbeiterin der Westküstenkliniken in Heide

Gemeinsame Pressemitteilung des Kreises Dithmarschen und der Westküstenkliniken:

HEIDE. Das Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen und die Westküstenkliniken teilen mit, dass am späten Mittwochabend (4. März 2020) der erste Fall einer COVID-19-Infektion im Kreis Dithmarschen bestätigt worden ist.

Bei der betroffenen Person handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Westküstenkliniken. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin arbeitet als Teilzeitkraft in der Kinderklinik und war zuletzt am 23. Februar 2020 auf der Kinderintensivstation eingesetzt. Sie hatte am 24. Februar gemeinsam mit einer Kollegin der Kinderintensivstation die Rosenmontagsfeierlichkeiten in Köln besucht und war danach nicht mehr im Dienst. Nachdem sie an diesem Mittwoch (4. März 2020) grippeähnliche Symptome bekommen hatte, hatte sie über ihren Hausarzt einen Test machen lassen. Das positive Ergebnis lag am späten Mittwochabend vor.

Der Mitarbeiterin geht es den Umständen entsprechend gut und sie befindet sich an ihrem Wohnort in Burg (Dithmarschen) in häuslicher Isolation. Noch in der Nacht haben Verantwortliche der Westküstenkliniken und des Gesundheitsamtes des Kreises Dithmarschen die Kontaktpersonen der Betroffenen in der Klinik ermittelt. Sie sollen heute getestet werden. Insgesamt hatte die Person während ihres Dienstes zu 14 Mitarbeiter*innen Kontakt. Außerdem wurden von ihr zwei Kinder betreut, von denen ein Kind bereits Ende Februar entlassen worden ist.

Alle Kontaktpersonen und die acht derzeit auf der Kinderintensivstation befindlichen Kinder zeigen keinerlei Anzeichen einer Infektion mit dem Corona-Virus. Auch die Kollegin, die sie bei den Karnevalsfeiern begleitet hatte, ist symptomfrei.

Das Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen ermittelt zurzeit alle in Frage kommenden weiteren Kontaktpersonen.

„Aufgrund des großen zeitlichen Abstandes zu ihrem letzten Einsatz bei uns in den Kliniken und dem dazwischenliegenden Besuch der Karnevalsfeierlichkeiten in Köln gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich die betroffene Mitarbeiterin erst nach dem 23. Februar angesteckt hat und eine Infektion der anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kinder auf der Kinderintensivstation unwahrscheinlich ist“, erklärt der Medizinische Geschäftsführer der Westküstenkliniken, Dr. Martin Blümke. „Dennoch gehen wir auf Nummer sicher und lassen alle ermittelten Kontaktpersonen jetzt testen. Mindestens bis zum Eintreffen der Testergebnisse sind die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Dienst freigestellt.“

Die Verantwortlichen des Kreises und der Westküstenkliniken sind in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium. Über weitere Maßnahmen wird heute im Laufe des Tages entschieden.

Landrat Stefan Mohrdieck mahnt angesichts des ersten bestätigten Falls einer Coronavirus-Infektion in Dithmarschen zur Sachlichkeit: „Wir haben damit gerechnet, dass wir früher oder später auch einen Fall haben werden und haben uns in enger Abstimmung mit den Westküstenkliniken darauf vorbereitet. Die jetzt getroffenen Maßnahmen sind zunächst rein vorsorglich, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

Das Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen steht montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0481 – 785 4900 für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Auskünfte zum Corona-Virus können auch eingeholt werden über die Bürgertelefone von Bund und Land:

• Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 – 346 465 100
• Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 – 797 000 01

Personen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet (darunter auch Teile Italiens) waren oder Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten, sollten sich per Telefon an ihre Hausarztpraxis oder an die Telefonnummer 116 117 der KVSH wenden (auch außerhalb der Sprechzeiten).

05.03.2020
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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