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Geflügelpest: Voraussichtlich ab Samstag (30.10.) Aufstallungsgebot für ganz Dithmarschen

Nachdem am Montag (25.10.) aufgrund des Nachweises des hochpathogenen Aviären Influenzavirus (Geflügelpest) rund 700 Gänse eines Hausgeflügelbestandes im Bereich Brunsbüttel getötet werden mussten und die erforderlichen Restriktionszonen um den Mastbetrieb eingerichtet wurden, zwingen nunmehr Totfunde von nachweislich an der Geflügelpest erkrankten Wildvögeln in küstennahen Bereichen sowie im Landesinnern den Kreis Dithmarschen zum Handeln. Zeitnah soll eine kreisweit gültige Allgemeinverfügung bekanntgemacht werden, die die Aufstallungspflicht für Hausgeflügel und zusätzliche Präventionsmaßnahmen zum Gegenstand haben wird. Die am Montag für den 3- und 10-Kilometer Radius um Brunsbüttel herum verfügten Maßnahmen werden davon unberührt bleiben. Gelten in diesen Bereichen die Auflagen auch für Tauben, sollen Tauben im restlichen Kreisgebiet von zum Beispiel der Aufstallungspflicht ausgenommen werden. Das neue Tiergesundheitsrecht unterscheidet hierbei, ob es sich um einen Ausbruch in einem Hausgeflügelbestand oder um Nachweise bei Wildvögeln handelt.

Mit Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) von heute (28.10.) wurde im Bereich Büsum-Wesselburen bei zwei Pfeifenten (1 x Hillgroven und 1 x Wesselburener Koog) hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Subtyp H5N1 nachgewiesen, ebenso bei einer Graugans in Groven und einer Nonnengans in Lunden. Bei einer Schnepfe in Meldorf, einem Bussard in Marnerdeich, einem großen Brachvogel in Brunsbüttel und einer Stockente in Heide hat das Landeslabor mit Befund von heute das aviäre Influenzavirus H5 nachgewiesen – der FLI-Befund dieser Totfunde steht noch aus. Die Tupferprobenentnahme von je einer Ente aus Lunden (Brandente), Hemmingstedt und Brunsbüttel wird derzeit durch Mitarbeiter*innen des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises Dithmarschen durchgeführt.

Der Kreis Dithmarschen informiert zum Thema unter https://www.dithmarschen.de/Neues-erfahren/Geflügelpest/, u. a. zur Frage, wie man sich beim Fund eines toten oder geschwächten Wildvogels zu verhalten hat.

28.10.2021
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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