Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

"Rückenwind" und Fachhochschule Westküste laden zum Kamingespräch: Schulen und Betriebe im Dialog über Praktika

HEIDE. Welche Faktoren beeinflussen die Berufswahl von Jugendlichen? Wie kann man sie für eine Ausbildung gewinnen? Diese Fragen diskutierten bei Kamingesprächen Vertreter*innen aus Schulen und Betrieben in den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland. Zu dieser kleinen und informellen Diskussionsrunde haben die Fachhochschule Westküste und das überregionale Praktikumsnetzwerk „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg eingeladen. Dabei äußerten sowohl Vertreter*innen der Unternehmen als auch der Bildungseinrichtungen den Wunsch, sich zukünftig besser zu vernetzen, um Jugendliche beim Berufseinstieg zu unterstützen.


Nachdem die erste qualitative Studie „Wie mobil und flexibel sind Jugendliche bei der Berufsorientierung?“ die Sicht der Jugendlichen beleuchtete, tauschten sich nun Lehrkräfte und Unternehmensvertreter*innen über ihre Erfahrungen mit Praktikant*innen aus. Der Schwerpunkt der Kamingespräche lag auf den Herausforderungen und Unterstützungsangeboten in Bezug auf Praktika. Insgesamt fanden drei Gespräche in den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland mit insgesamt neun Teilnehmer*innen statt.


„Die Kamingespräche bieten für Vertreter*innen der Bildungseinrichtungen und Unternehmen eine gute Plattform, um miteinander über ihre Erfahrung mit Praktika ins Gespräch zu kommen“, sagt „Rückenwind“-Projektkoordinatorin Andrea Richter.
So machten zum Beispiel die teilnehmenden Schulvertreter*innen die Erfahrung, dass bei der Suche nach Praktikumsstellen oftmals die räumliche Entfernung und weniger das Interesse an der Stelle im Vordergrund stehen würde. Auch würden sich einige Lehrende zunehmend in der Verantwortung sehen, den Jugendlichen bei der Suche konkret zu helfen.


Die Vertreter*innen der Unternehmen berichteten bei den Kamingesprächen über unterschiedliche Erfahrungen: Einerseits seien die Jugendlichen sehr interessiert und sehen das Praktikum bereits als Türöffner für eine anschließende Ausbildung. Andererseits gebe es auch Schüler*innen, die keine Vorstellungen davon haben, was sich hinter dem Berufsbild überhaupt verbirgt. Auffällig sei es auch für einige Teilnehmer*innen gewesen, dass der Praktikumsknigge immer wichtiger werde. Denn die entsprechenden Umgangsformen seien notwendig, wenn es beispielsweise um Kundengespräche geht. Für die Unternehmen besitzen Praktika klare Vorteile, u. a. um zukünftige Auszubildende und Fachkräfte zu gewinnen.
Studienleiterin und Referentin Esther Nauenburg von der Fachhochschule Westküste (Praxis-Lehr-Transfer, WinHR) zieht folgendes Fazit: „Auf beiden Seiten besteht der Wunsch nach einer besseren Vernetzung zwischen Schulen und Betrieben. Diese Kooperationen sollen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch gelebt werden. Dazu boten die Kamingespräche eine gute erste Annährung.“
So gab es während der Kamingespräche Vorschläge für die allgemeine Berufsorientierung: Unternehmen sollten konkret in den Schulunterricht eingebunden werden. Zum Beispiel könnte ein*e Mitarbeiter*in aus einem Chemie-Unternehmen einen Aufgabenbereich anschaulich im Chemie-Unterricht passend zum aktuellen Lehrgebiet darstellen.


Die Ergebnisse fließen in die Lehre und weitere Forschung der Fachhochschule Westküste ein. Auch werden sie für den Abschlussbericht des Projektes „Rückenwind“ auf der Veranstaltung am Donnerstag, 25. April 2019 in der Fachhochschule Westküste in Heide verwendet.
Weitere Informationen zum überregionalen Praktikumsnetzwerk „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ sowie über das Praktikumsportal gibt es unter www.praktikum-westküste.de.

Leiten die Kamingespräche (v.l.): Studienleiterin und Referentin Esther Nauenburg von der Fachhochschule Westküste (Praxis-Lehr-Transfer, WinHR), Nora Koch (Wirtschaftspsychologie MSC und Referentin für den Forschungs-Lehr-Transfer im WinHR, Hendrik Koesling (Wirtschaftspsychologie Bachelor of Art) und Marie Lange (Wirtschaftspsychologie, MSC. Und Referentin für den Forschungs-Lehr-Transfer im WinHR). Foto: Kreis Dithmarschen

Leiten die Kamingespräche (v.l.): Studienleiterin und Referentin Esther Nauenburg von der Fachhochschule Westküste (Praxis-Lehr-Transfer, WinHR), Nora Koch (Wirtschaftspsychologie MSC und Referentin für den Forschungs-Lehr-Transfer im WinHR, Hendrik Koesling (Wirtschaftspsychologie Bachelor of Art) und Marie Lange (Wirtschaftspsychologie, MSC. Und Referentin für den Forschungs-Lehr-Transfer im WinHR). Foto: Kreis Dithmarschen


Rückenwind – Jugendmobilität Westküste: Es geht weiter

Die Praktikumsoffensive „Rückenwind – Jugendmobilität Westküste“ der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Pinneberg und Steinburg wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus dem Förderprogramm „Kommunen innovativ“ bis zum 31. Mai 2019 unterstützt. Aber „Rückenwind“ geht weiter. Dazu findet eine Feier mit Projektpartnern und Weggefährten am Donnerstag, 25. April 2019, von 16.30 bis 20 Uhr, in der Fachhochschule Westküste, Fritz-Thiedemann-Ring 20, in Heide statt. Auch Interessierte, die bislang keine Berührungspunkte mit „Rückenwind“ hatten, sind herzlich eingeladen. Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung sind möglich bei Andrea Richter (Tel.: 0481-42114811 oder per Mail: andrea.richter@dithmarschen.de).

Autor: Pressestelle, 23.04.2019 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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