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Der beste seiner Zunft: Klaus Philipp - Pferdebilder und -grafiken

MELDORF (pid). Für den Spiegel gilt Klaus Philipp (78) als "der beste Pferdemaler der Welt". Für viel Geld verewigt der Künstler aus der Lüneburger Heide die Rösser der Reichen und Erfolgreichen. Jetzt ist der frühere Chef der Berittenen Polizei in Stuttgart im Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftsmuseum präsent. Hier zeigt er von Sonntag, 16. Januar, 11 Uhr bis Donnerstag, 31. März 2011, in Meldorf ausgewählte Gemälde und Grafiken. Achaz von Buchwaldt, Hamburger Grandseigneur der Springreiterzunft, wird in Anwesenheit des Künstlers die Ausstellung eröffnen.

 

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Klaus Philipp: Contender, 2004/5, Öl, 40 x 50 cm

 

Ludger Beerbaum hat einen und der Ausnahme-Jockey Lester Piggott, vom verstorbenen Kaffee-König Walther Jacobs ist bekannt, dass er mehrere hatte, ebenso wie Alwin Schockemöhle und Scheich Mohammad Ibn Raschid el-Maktum, der Herrscher des Emirats Dubai und der Welt größter Rennpferdebesitzer: echte Philipps. Jetzt haben auch Besucherinnen und Besucher des Schleswig-Holsteinischen Landwirtschaftsmuseums in Meldorf, Jungfernstieg 4, gut zweieinhalb Monate Gelegenheit, Exponate von der Hand des Meisters leinwandnah bestaunen.

 

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Klaus Philipp (78) - "Der beste Pferdemaler der Welt"

 

Museumsleiterin Dr. Jutta Müller: "Die Ausstellung mit den Bildern des Pferdemalers Klaus Philipp ist ein ganz besonderer Höhepunkt im Rahmen der Ausstellung Dithmarscher Pferde und Reiter von Fritz Thiedemann zu Carsten Otto Nagel, die zahlreiche pferdesportliche Besonderheiten bietet."

Werke

Wer ein Klaus-Philipp-Original sucht, wird in Meldorf fündig. Hier sind große und kleine Bilder, Ölgemälde und Bleistiftzeichnungen, Bilder von Vollblütern, Szenen aus dem Rennsport und der Jagdreiterei und Impressionen aus Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Auch sind einige Porträts von Holsteiner Hengsten  zu bewundern. Seit Ende der 70ziger Jahre hat Klaus Philipp in regelmäßigen Abständen bedeutende Holsteiner Vererber auf die Leinwand gebracht.

Begonnen hat es mit den Vollblütern Ladykiller xx, Marlon xx und Manometer xx. Es folgten dann die Hengste Lord, Landgraf und Cor de la Bryere, Contender, Cassini I, Caretino und Corrado I. Auch bedeutende Sportpferde, wie zum Beispiel Classic Touch und Feine Dame sind von ihm gemalt worden.

Kunsthistorikerin Dr. Jutta Müller: "Klaus Philipp wird als der bedeutendste Pferdemaler seit Emil Adam (1843 – 1924) gesehen. Pferde sind für ihn etwas ganz Besonderes. Deshalb ist viel Persönliches in seinen Bildern." In ihnen erzählt er auch sein Leben, denn es waren vor allem die Pferde, die ihn geformt haben, und aus ihnen hat er letztlich das bezogen, was seine Bilder ausmacht: das Authentische, die Kraft, die Spannung, die Schönheit und die Eleganz. Nur so können Pferde eigentlich dargestellt werden: das Pferd in seiner ganzen Wesensvielfalt spürbar übermittelt. 

Ergänzt wird die Bilderausstellung  durch einige Bronzestatuen von Holsteiner Hengsten. Es sind unter anderen die Statuten von Landgraf, Cor de la Bryere, Lortzing, Capitol, Landadel und Tobias ausgestellt.

Vita Philipp

Warum das so ist, lässt sich leicht erklären. Wie kaum ein anderer Maler, der sich mit Pferden beschäftigt, kennt Klaus Philipp seine Materie bis ins Detail. Seit frühester Jugend den Pferden verbunden, hat er sein ganzes Leben mit Pferden verbracht. Geboren wurde er 1932 in Aue im Erzgebirge, in Schleswig Holstein machte er eine landwirtschaftliche Lehre. Er ließ sich als Reiter ausbilden und wollte Jockey werden, was daran scheiterte, weil er zu groß und zu schwer wurde.

1951 begann er seinen Polizeidienst. 1959 kam er nach Stuttgart. Er studierte dort nebenbei an der Freien Kunstschule, holte 1962 das Abitur nach und wurde zwei Jahre später Polizeioffizier. Jahrelang leitete er die Reiterstaffel der schwäbischen Metropole. Als überzeugter Vielseitigkeitsreiter startet er häufig siegreich bei vielen Prüfungen. Seit 1992 lebt er mit seiner Frau Bernadette, einer Tierärztin, in Putensen auf einem alten Niedersachsen-Hof in der Lüneburger Heide, unweit des Vielseitigkeits-Zentrums Luhmühlen.


Mehr Infos: S-H Landwirtschaftsmuseum, Jungfernstieg 4, 25704 Meldorf, eMail: landesmuseum@dithmarschen.de
www.landwirtschaftsmuseum-schleswig-holstein.de
Öffnungszeit: Di-Fr 9-16 Uhr, So 11-16 Uhr
Ausstellung: Klaus Philipp - Pferdebilder und -grafiken, 16. Januar bis 31. März 2011

 

www.dithmarschen.de

 

04.01.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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