Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fielmann AG stiftet dem Dithmarscher Landesmuseum Gemälde von Ottilie Reylaender

MELDORF. Die Fielmann AG stiftet dem Dithmarscher Landesmuseum ein Ölgemälde der Malerin und Wesselburener Ehrenbürgerin Ottilie Reylaender (1882 – 1965). Sie gilt als eine Wegbereiterin der frühen Moderne. Der Heider Fielmann-Filialleiter Michael Brohmann überreichte das Bild an die Museumsleiterin Dr. Jutta Müller und den stellvertretenden Kreispräsidenten Norbert Zimmermann.

Die Fielmann AG erwarb das Gemälde auf einer Auktion in Bremen. Für das Museum wurde das Werk neu gerahmt und restauriert. Das Bild zeigt die Schwester von Ottilie Reylaender, Frau Dr. Waaser. Auf der Rückseite des Porträts ist ein Akt gemalt. Es ist das erste Werk der Künstlerin im Besitz des Dithmarscher Landesmuseums. Zuletzt präsentierte das Museum Ottilie Reylaender 2015 in einer großen Einzelausstellung.

Museumsleiterin Dr. Jutta Müller freut sich sehr über den Neuerwerb: „Wieder einmal hat die Fielmann AG guten Kunst-Spürsinn bewiesen: Das Porträt der Künstlerin Ottilie Reylaender ist ein wunderbares Geschenk für unsere Sammlung.“

Der stellvertretende Kreispräsident Norbert Zimmermann bedankte sich: „Diese seit Jahren bestehende ergiebige Kooperation zwischen der Fielmann AG und dem Museum hat bereits wertvolle Kunst- und Kulturgüter nach Dithmarschen gebracht.“


Ottilie Reylaender (1882-1965)

Ottilie Reylaender gilt als eine Wegbereiterin der frühen Moderne in Deutschland. Ihr Leben führte sie nach Worpswede, Paris, Italien, Mexico und Berlin. Zu ihrem vielseitigen Werk zählen Landschaften ihrer norddeutschen Heimat und der von ihr bereisten Länder, Mädchen- und Frauenporträts und Alltagszenen des mexikanischen und norddeutschen Landlebens.

Ottilie Reylaender wurde am 19. Oktober 1882 in Wesselburen geboren und wuchs in einer Beamtenfamilie auf. Im Sommer 1898 geht sie beim Maler Fritz Mackensen, dem Gründer der Worpsweder Künstlerkolonie, in die Lehre. Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft in Worpswede entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zum kreativen Zentrum von Künstler*innen des Impressionismus und Expressionismus. Ottilie Reylaender gehört neben Paula Modersohn-Becker zu den wichtigsten Worpsweder Malerinnen der zweiten Künstlergeneration. Ihr Frühwerk bis 1910 orientierte sich vor allem an den Kunstrichtungen, die um 1900 die Malerei in Worpswede prägten. Sie lernte auf ihren Reisen nach Paris und Rom weitere zeitgenössische Stile kennen. Mit ihren tiefgründigen Bildnissen und den stark farbigen Landschaften hatte die Malerin nach 1900 erste Erfolge. Ottilie Reylaender reiste 1910 nach Mexico, wo sie 17 Jahre lebte und arbeitete. Inspiration war für sie die Landschaft und Kultur des Landes. 1927 kehrte Ottilie Reylaender nach Deutschland zurück und lebte die meiste Zeit in Berlin. Sie heiratete 1929 den Pädagogen Traugott Böhme und gründete die private Malschule „Das Atelier im Freien“. Sie lebte bis zu ihrem Tod am 29. März 1965 in Berlin.

Dank der Fielmann AG befindet sich nun ein Gemälde der Wesselburener Künstlerin Ottilie Reylaender im Besitz des Dithmarscher Landesmuseums(v. l.): Fielmann-Filialleiter Michael Brohmann, Museumsleiterin Dr. Jutta Müller und der stellvertretende Kreispräsident Norbert Zimmermann Foto: Kreis Dithmarschen

Dank der Fielmann AG befindet sich nun ein Gemälde der Wesselburener Künstlerin Ottilie Reylaender im Besitz des Dithmarscher Landesmuseums(v. l.): Fielmann-Filialleiter Michael Brohmann, Museumsleiterin Dr. Jutta Müller und der stellvertretende Kreispräsident Norbert Zimmermann Foto: Kreis Dithmarschen


Fielmann AG spendet Kunst und Kultur

Seit mehreren Jahren unterstützt die Fielmann AG das Dithmarscher Landesmuseum mit Ankäufen wie zuletzt im Dezember 2018 mit dem Gemälde „Winterlandschaft“ von Adolf von Horsten. Weitere Schenkungen sind zum Beispiel die Negativ-Glasplatten des Fotografen Thomas Backens (1859 bis 1925), der Dithmarscher Renaissanceschrank aus dem 17. Jahrhundert, Modelle und Skizzen der Skulptur „Zeitmaschine“ von Dieter Koswig und Porträts der Familie des Königlich Dänischen Kanzleirates Hansen aus dem 18. Jahrhundert.

Fielmann fördert Stadt- und Heimatmuseen, Kreis- und Stadtarchive, Geschichts- und Fördervereine regionaler Sammlungen sowie Kulturinstitutionen unterschiedlichster Art und viel-fältigster Ausrichtung in Schleswig-Holstein. Dabei stiftet die Fielmann AG ausgewählte Exponate und ermöglicht Restaurierungen. Auch berät die Fielmann AG kleine, ehrenamtlich geführte Heimatmuseen in Zusammenarbeit mit dem Muse-umsverband. Deutschlandweit unterstützt die Fielmann AG über 200 Museen, davon rund 100 in Schleswig-Holstein.

Autor: Pressestelle, 28.05.2019 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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