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Frisch gedruckt: Dithmarscher Sozialatlas 2011

 

HEIDE (pid).  Der Dithmarscher Sozialatlas hat sich landesweit als Handbuch für alle Sozialplaner in Schleswig-Holstein bewährt. „Es kommt nicht alle Tage vor, dass der Sozialbericht eines Kreises, in dem die soziale Landschaft gemeindebezogen nachvollziehbar abgebildet wurde, soviel Anstoß im positiven Sinne erregt hat wie unser Sozialatlas aus dem Jahre 2008“, kommentiert Landrat Dr. Jörn Klimant die Fortschreibung der ersten Publikation. „Gemessen an den Downloads und Nachfragen ist Dithmarschen Trendsetter in der Sozialberichterstattung.“ Mit dem Sozialatlas 2011 legt der Kreis jetzt die aktuelle Fortschreibung der ersten Studie vor.

Auf 105 Seiten liefert der wegweisende Sozialatlas 2011 erneut der lokalen Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung für ihre Entscheidungen und  Zukunftsplanungen im ländlichen Raum verlässliche Daten,  die auf wissenschaftlich bewiesenen und überprüfbaren Fakten fußen. Der Leitende Kreisverwaltungsdirektor Malte Spitzer betont, dass verlässliche Daten und Zeitreihen in solcher Breite Mangelware sind. Der Dithmarscher Sozialatlas sei das Beste, was der Markt derzeit zu bieten hat und ist verständlich.

Malte Spitzer: „Den liest man auch ohne ein Diplom in Soziologie. Schließlich sind es nicht die wissenschaftlichen Beobachter, sondern die aktiven Bürgerinnen und Bürger der Region, auf die es bei wichtigen Fragen zur zukünftigen Gestaltung der Region ankommt – sei es in Politik und Verwaltung, sei es in der Meinungsbildung vor Ort.“ Ohne die richtigen und mutigen Entscheidungen vor Ort, so Spitzer weiter, sei eine erfolgreiche Familien- und Sozialpolitik für die Region nicht möglich.

Die Sozialplanung im Geschäftsbereich Familie, Soziales, Gesundheit des Kreises Dithmarschen setzt mit dem aktualisierten, umfassenden Sozialbericht die Planungstradition im Bereich Jugendhilfe fort. Der Landrat: „Durch ressortübergreifende Zusammenarbeit ist es gelungen, im Rahmen der Sozialplanung den mit dem ersten Sozialatlas 2008 erarbeiteten Überblick über die Entwicklungstrends und Veränderungen in den sozialen Landschaftsregionen des Kreises Dithmarschen fortzuschreiben.“

Für Dr. Jörn Klimant bildet der Sozialatlas die unverzichtbare Grundlage der umfangreichen Maßnahmen des Kreises zur Verbesserung der Lebensqualität im Landkreis Dithmarschen. Der Landrat: „Wir sehen uns als erklärter ‚Partner für Familien’ in der Pflicht, die soziale Landschaft in der Region zukunftsfähig zu gestalten.“

So sind die Sozialraumorientierung und Regionalisierung der Jugendhilfe ein Teil der Verbesserung der Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger in der Region. Auch der quantitative und qualitative Ausbau der Kindertagesbetreuung, die Bildungsoffensive sowie die Gründung der Regionalzentren für Familie, Arbeit und Soziales sieht der Kreis als Konsequenz dieser Einstellung. „Einen besonderen Raum nimmt ebenfalls das Projekt S.Ü.D. zur Optimierung des Übergangs von der Schule in den Beruf ein“, betont Malte Spitzer und verweist gleichzeitig auf die Ausweitung der Schulsozialarbeit.

Landrat Dr. Jörn Klimant: „Gleichwohl können unsere wegweisenden Aktivitäten auf dem Feld der Daseinsvorsorge nicht darüber hinwegtäuschen, dass die jetzt vorliegende Bilanz zur regionalen Soziostruktur auch negative Seiten sozialer Realität in Dithmarschen sichtbar macht.“ Sowohl bei der Arbeitslosigkeit als auch bei wesentlichen Aspekten der Bildung steht der Kreis Dithmarschen im landesweiten Kreisvergleich vor besonderen Herausforderungen.

Dabei bewies der Sozialatlas beim landesweiten Vergleich der Sozialindikatoren 2008 und 2011 seine Praxistauglichkeit. Der Landrat: „Dithmarschen liegt bei einigen Parametern zwar noch hinten, aber nicht mehr ganz so weit. Wir haben uns in drei Jahren nachweislich um zehn Prozentpunkte verbessert.“ Sein Fazit: „Veränderung ist machbar.“

Jugendarbeitslosigkeit und die hohe Anzahl von Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit Sonderschulabschluss zwingen zu erheblichen Anstrengungen. Malte Spitzer: „Eine nachhaltige Besserung wird ohne die flächendeckende Versorgung mit verpflichtenden Ganztagsschulen nicht erreichbar sein.“

Landrat Dr. Jörn Klimant: „Vor diesem Hintergrund wünsche ich dem Sozialatlas 2011 eine ebenso große Verbreitung wie der Vorgängerstudie. Ich wünsche uns allen eine intensive Diskussionen in der Öffentlichkeit und – vor allem – wichtige Impulse für die zukunftsfähige Gestaltung unserer Region.“

www.dithmarschen.de

 

07.12.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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