Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gut beschildert, besser radeln: Update für Kreisradwegenetz

HEIDE. Ob für Touristinnen und Touristen, Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler oder Tagesausflügler – Radfahren in Dithmarschen soll attraktiver werden. Dafür überarbeitet die Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen in Kooperation mit Dithmarschen Tourismus e.V. und den beteiligten Kommunen sowie dem Büro Lebensraum Zukunft das Radwegekataster. Damit wird ein Beschluss des Wirtschafts- und Planungsausschusses vom 12. September 2017 umgesetzt mit dem Ziel, das touristische Kreisradwegenetz zu optimieren und Radwegeschäden zu beseitigen.

Aktuell werden bereits bestehende Beschilderungen gewartet sowie Wegeführungen aktualisiert beziehungsweise umgelegt, wenn es die Wegequalität erfordert. Außerdem werden zehn neue touristische Routenvorschläge für Tagestouren erarbeitet. Bis zur Hauptsaison 2019 sollen die Routen als GPS-Daten digitalisiert und auf www.echt-dithmarschen.de online gestellt werden. Zudem werden die Themenradrouten in der Neuauflage der Broschüre „Radfahren in Dithmarschen“ beworben und vermarktet. Die Wartung erfolgt in Form eines Kooperationsprojekts zwischen dem Kreis und den Gemein-den. Der Kreis zahlt die fixe jährliche Summe von 3.000 Euro für die Befahrung und Wartung, den Rest der jährlich anfal-lenden Kosten von ca. 12.000 Euro tragen die Kommunen.

Die Erstellung der Themenrouten ist ein von den AktivRegio-nen Dithmarschen und Eider-Treene-Sorge gefördertes Projekt. Die Gesamtkosten liegen bei 35.000 Euro, der Zuschuss aus den beiden AktivRegionen beträgt insgesamt 27.000 Euro.


Touristen und Tagesgäste erkunden Dithmarschen per Rad

Radfahren in Dithmarschen ist bei den Urlauberinnen und Urlaubern beliebt. Das belegt die Gästebefragung Schleswig-Holstein für 2017 des Instituts für Tourismus- und Bäderfor-schung in Nordeuropa GmbH (NIT) in Kiel. Danach vergeben die Gäste Dithmarschen die Gesamtnote 1,8. Besonders positiv wurden unter anderem die Möglichkeiten zum Radfahren und zum Wandern, die (Tages)Ausflugsmöglichkeiten sowie die Naturinfozentren/Naturerlebnisangebote bewertet.

„Der Radtourismus bietet viel Potential für die Region. Dithmarschen besitzt eine abwechslungsreiche Landschaft aus Marsch, Geest, dem Wattenmeer sowie idyllischen Orten, Sehenswürdigkeiten und einer vielseitigen Gastronomie. Diese Vielfalt wollen wir mit dem optimierten Radwegekataster und neuen Themenrouten den Urlauberinnen und Urlaubern sowie den Tagesgästen erschließen. So stärken wir mit dieser Qualitätssteigerung Dithmarschens Profil als attraktive Fahrradregion“, sagt Helge Haalck, Geschäftsführer von Dithmarschen Tourismus.

Kontrollieren die Radwegeschilder in Dithmarschen (v. l.): Dipl.-Ingenieur Dirk Appel (RegionNord) und Dipl.-Geograph Niels-Christian Rohde (Lebensraum Zukunft) in Brunsbüttel. Foto: Kreis Dithmarschen

Kontrollieren die Radwegeschilder in Dithmarschen (v. l.): Dipl.-Ingenieur Dirk Appel (RegionNord) und Dipl.-Geograph Niels-Christian Rohde (Lebensraum Zukunft) in Brunsbüttel. Foto: Kreis Dithmarschen


Wartung der Kreisradwege, Rundrouten und Fernradwege

Ein wesentlicher Bestandteil der Optimierung des Kreisradwegenetzes ist die jährliche Inspektion der bestehenden Kreisradwege, Rundrouten und Fernradwege. Die Gesamtlänge beträgt rund 1.200 Kilometer. Dabei gibt es circa 1.900 Schilderstandorte, die kontrolliert werden müssen. Aktuell werden die Radrouten vom Büro Lebensraum Zukunft in den allen Ämtern bis ins Frühjahr hinein abgefahren. Sie bessern die Beschilderung aus und nehmen kleinere Reparaturen vor. Bereits 2016 fand eine erste Inspektion des beauftragten Büros statt, bei der die Qualität der Radwegedecken erfasst wurde. Diese Untersuchung hatte ergeben, dass ein Teil der ausgeschilderten Wegstrecke über mangelhafte Wege führt. Außerdem gibt es mehrere Streckenabschnitte, die zum Beispiel durch eine geänderte Verkehrsführung planerisch über-arbeitet werden müssen.

Neue Routen für Tagestouren an Küste und im Binnenland

Das Radwegekataster erfasst kartografisch den Bestand von rund 1.200 Kilometern touristisch ausgeschilderter Radwege. Darin werden unter anderem auch die Radfernwege Nord-Ostsee-Kanal-Route, der Eider-Treene-Sorge Radweg, der Nordseeküsten-Radweg und der Elberadweg festgehalten. Daneben gibt es 21 Radtourenvorschläge ohne Beschilderung, die in der von Dithmarschen Tourismus herausgegebe-nen Broschüre „Radfahren in Dithmarschen“ präsentiert werden. Auf Grundlage dieser Vorschläge soll in Abstimmung mit Dithmarschen Tourismus e.V. und den Ämtern und Städten sowie den lokalen Touristinformationen das Angebot um zehn neue Themenradrouten in Dithmarschen ergänzt werden.

Die vorgesehenen neuen Routen sind circa 30 bis 60 Kilometer lang und somit ideal für eine Halbtags- oder Tagestour. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Zielen im Binnenland. Zentraler Bestandteil der Routen ist die Anbindung an lokale Sehenswürdigkeiten und Gastronomie. Hierfür soll die Radwegwei-sung durch Einschubschilder aufgewertet werden, die sich leicht in die bestehende Wegweisungen integrieren lassen.

Besprechung der Routenführung mit der Stadt Brunsbüttel und dem Amt Marne-Nordsee (v. l.): Dipl.-Geograph Niels-Christian Rohde (Lebensraum Zukunft), Dipl.-Ingenieur Dirk Appel (RegionNord), Imke Ibs (Touristik Marne-Marschenland e.V., Amt Marne-Nordsee), Frank Eschenbach (Fachbereichsleitung Stadt- und Regionalentwicklung, Bauleitplanung, Amt Marne-Nordsee), Martin Rösler (Stadtmanagement, Stadt Brunsbüttel), Astrid Gasse (Fachbereichsleitung Bauamt, Stadt Brunsbüttel) und Pascal Eckert (Fachdienst Tiefbau, Stadt Brunsbüttel). Foto: Kreis Dithmarschen

Besprechung der Routenführung mit der Stadt Brunsbüttel und dem Amt Marne-Nordsee (v. l.): Dipl.-Geograph Niels-Christian Rohde (Lebensraum Zukunft), Dipl.-Ingenieur Dirk Appel (RegionNord), Imke Ibs (Touristik Marne-Marschenland e.V., Amt Marne-Nordsee), Frank Eschenbach (Fachbereichsleitung Stadt- und Regionalentwicklung, Bauleitplanung, Amt Marne-Nordsee), Martin Rösler (Stadtmanagement, Stadt Brunsbüttel), Astrid Gasse (Fachbereichsleitung Bauamt, Stadt Brunsbüttel) und Pascal Eckert (Fachdienst Tiefbau, Stadt Brunsbüttel). Foto: Kreis Dithmarschen

Gemeinsam für ein optimiertes Kreisradwegenetz

Für die Erarbeitung der neuen Themenradrouten sind zahlrei-che planerische Klärungen vor Ort nötig. Dabei gibt es lau-fende Abstimmungstreffen zwischen allen Beteiligten.

„Damit Radwege und Streckenführungen auch optimiert werden können und Qualität erhalten bleibt, ist es wichtig, alle einzubeziehen. In den Gesprächen habe ich viel Engage-ment erfahren. Alle Beteiligten sind sich der Bedeutung eines guten touristischen Radwegenetzes bewusst und bringen ihr Wissen ein. Besonders danke ich Dithmarschen Tourismus den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ämter und Städte und den örtlichen Touristikern, die sich in das Projekt einbringen, sowie dem Planungsbüro für die tolle Kooperation“, so Dennis Smuda, Mitarbeiter im Sachgebiet Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen.

Autor: Pressestelle, 21.12.2018 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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