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Meningitis: Marner Realschüler gestorben

MARNE (pid). Der Kreis Dithmarschen wurde Mittwoch, 9. März 2011 vom Schulleiter der Regionalschule Marne informiert, dass ein Schüler in der Nacht vom 8. auf den 9. März 2011 mit den Symptomen einer Meningokokken-Meningitis verstorben ist. Aus Gründen der Vorsorge hat sich der Fachdienst Zentrale Sozialdienste und Gesundheit  entschlossen, die Schule am 10. März 2011 zu schließen.

Die Eltern und Schüler sowie die weiteren Kontaktpersonen wurden durch Elternbriefe beziehungsweise telefonisch über den Sachverhalt und Verhaltensmaßnahmen umgehend informiert. Notwendige Prophylaxe-Maßnahmen wurden empfohlen und eingeleitet.

Gleichzeitig wurden die niedergelassenen Ärzte und die Apotheken im Raum Marne/Brunsbüttel  in Kenntnis gesetzt.

Der Kreis informiert

Bei etwa 5 bis10 Prozent der Bevölkerung sind Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum vorhanden, ohne Symptome zu verursachen. Eine ernsthafte Erkrankung (zum Beispiel Blutvergiftung, eitrige Gehirnhautschwellung) tritt nur bei einem geringen Teil der Infizierten auf. Warum es in einigen Fällen zu einem schweren, dramatischen Krankheitsbild kommt, ist bisher nicht geklärt. Meningokokken-Erkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten und kommen nur beim Menschen vor.

In Deutschland wird die Impfung von der STIKO seit 2006 für alle Kinder ab Beginn des 2. Lebensjahres als präventive Maßnahme empfohlen.

Symptomlose Keimträger und erkrankte Personen sind die wesentliche Quelle für eine Ansteckung. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Tröpfcheninfektion (zum Beispiel durch Anhusten, Anniesen, Ansprechen) oder andere Formen des Speichelkontaktes (wie etwa Küssen).

Bei einer Meningokokken-Hirnhautentzündung (-Meningitis) kommt es häufig nach uncharakteristischen Beschwerden im Nasen-Rachen-Raum (zum Beispiel Erkältungszeichen) zu schlagartig auftretenden Kopfschmerzen, hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen und Nackensteifigkeit bei schwerem Krankheitsgefühl.

Der Kreis empfiehlt

Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sollte ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden, die bei Bedarf eine Antibiotika-Therapie beginnen. Antibiotika sind gegen Meningokokken gut wirksam.  Sie können, rechtzeitig eingesetzt, in der Regel Spätschäden oder gefährliche Verläufe der Erkrankung verhindern.

Durch die rechtzeitige Prophylaxe bei den engen Kontaktpersonen(sinnvoll bis zum 10. Tag nach letztem Kontakt) mit Rifampicin oral oder mit Ciprofloxacin oral oder Ceftriaxon i.m. können in der Umgebung von Erkrankten:

• Keimträger saniert werden, um die Übertragung auf empfängliche Personen zu reduzieren.
• Erkrankungen bei bereits infizierten Personen verhin-dert werden.
• Wird das gehäufte Auftreten oder der Ausbruch durch einen impfpräventablen Stamm hervorgerufen, könnte für enge Kontaktpersonen in Ergänzung zu Antibiotikatherapie eine Impfprophylaxe empfohlen werden.

Infos: Bei Rückfragen oder Unklarheiten steht der Fachdienst Zentrale Sozialdienste und Gesundheit unter der Telefonnummer 0481/785-4900 zur Verfügung. Unter dieser Nummer können sich auch die Menschen melden, die mit dem Schüler Kontakt gehabt haben könnten.

www.dithmarschen.de

 

09.03.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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