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Omikron-Variante breitet sich im Kreis Dithmarschen aus - Kontaktnachverfolgung wird für das Gesundheitsamt zur Herausforderung

HEIDE. Am zweiten Weihnachtsfeiertag steigt die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Dithmarschen auf einen neuen Rekordwert von 192,2. Große Sorge bereitet die sich rasant ausbreitende Virus-Variante B.1.1.529 (Omikron).

61 neue Positivfälle meldet das Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen am Sonntag, den 26. Dezember. Über die Weihnachtsfeiertage hat der Kreis einen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen erlebt. Die hohen Infektionszahlen resultieren zumeist aus einer Tanzveranstaltung in Meldorf und der anschließend verzögerten Reaktion von Symptomen oder von Testungen.

Von den aktuell 297 aktiven Fällen (Stand heute) sind 75 Fälle der Omikron Variante zuzuordnen. Damit ergibt sich eine Steigerung der Virus-Variantenform von 750 Prozent in einem Zeitraum von fünf Tagen; bezogen auf die in Dithmarschen lebenden Menschen.

Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen ist für die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes kaum noch innerhalb eines Tages möglich. Obwohl über Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen 13 Mitarbeitende aus Kreis und Bundeswehr jeden Tag 12 Stunden lang im Einsatz waren.

Da bei der Virusvariante Omikron andere Voraussetzungen für die Absonderung gelten, als bei der Deltavariante, müssen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes erheblich mehr Zeit für die telefonische Befragung der Kontaktpersonen einplanen.

„Wir schicken die Haushaltsmitglieder von positiv auf die Omikron-Variante Getesteten in eine 14-tägige Quarantäne, wie auch den Indexfall selbst“, sagt die Geschäftsbereichsleitung für Gesundheit, Soziales und Familie, Renate-Agnes Dümchen. „Das kann zu erheblichen Einschränkungen in den Familien führen.“

Aktuell ist nicht abzusehen, wann sich die Situation entspannen wird. Da die Omikron-Variante erheblich ansteckender ist, als die Delta-Variante, bittet der Kreis Dithmarschen die Bürger*innen um Einschränkung von Kontakten und um freiwillige Absonderung derer, die Erkältungssymptome haben. Außerdem um tägliche Selbsttestung und Inanspruchnahme der Antigen-Schnelltests in den verschiedenen Testzentren.

„Ich appelliere an alle Dithmarscherinnen und Dithmarscher, in dieser besonderen Zeit freiwillig die Kontakte zu reduzieren. Die Kontaktreduzierung ist aktuell unser wirksamstes Mittel gegen die weitere Verbreitung der hochansteckenden Virusvariante“, sagt Landrat Stefan Mohrdieck. „Bitte übernehmen Sie Verantwortung für sich und andere.“

26.12.2021
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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