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Strukturierte Integrationsbegleitung: Pendelbrief statt Stille Post

HEIDE (pid). Für Schleswig-Holstein ist es ein neuer Weg, den die Ausländerbehörde des Kreises Dithmarschen beschreitet, für die rund 3.500 Dithmarscherinnen und Dithmarscher mit ausländischer Staatsangehörigkeit eine echte Erleichterung. In Zukunft arbeiten die Kreisbehörde und die Migrationsfachdienste des Diakonischen Werkes Dithmarschen Hand in Hand. Verwaltungsdirektor Christian Rüsen: „Wenn jemand zu uns ins Kreishaus kommt, schicken wir ihn nicht einfach so zur Migrationsberatung. Auf Wunsch geben wir ihr oder ihm einen Pendelbrief mit.“ Gerhard Wiekhorst: „So können wir dann unmissverständlich sehen, welche Fragen im Raum stehen, und entsprechend helfen.“ Rüsen über den Vorschlag des Kooperationspartners: „Das ist strukturierte Migrationsbegleitung oder auf den Punkt gebracht: Pendelbrief statt Stille Post.“

Zielgruppe sind all jene, die Grenzen hinter sich gelassen haben und in einem für sie neuen Land leben. Neben Deutsch ist die Ansprache des Diakonie-Flyers, den jeder Besucher der Ausländerbehörde in die Hand gedrückt bekommt, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch. Wer mag, erhält beim Kreis darüber hinaus einen persönlichen Pendelbrief. Christian Rüsen: „Hier geht es darum, gemeinsame Lösungen für den Einzelfall zu finden.“ Voraussetzung dafür ist natürlich der gleiche Wissensstand, egal ob der Jugendmigrationsdienst betroffen ist oder ob es um eine zügige Weitervermittlung an Integrationskursträger geht.

Die Palette der wichtigen Themen ist groß. Es geht um Sprachstandsfeststellung oder Wohnungssuche, um Kinderbetreuung oder Konfliktbewältigung, um Hilfe bei Pass oder anderen persönlichen Angelegenheiten. Mit rund 2.700 Beratungsgesprächen bei 582 Ratsuchenden, Tendenz steigend, weist die Statistik der Diakonie allein für das Jahr 2010 einen großen Informations- und Hilfebedarf aus. Gerhard Wiekhorst: „Um in der neuen Heimat Dithmarschen anzukommen, ist es wichtig zu wissen, worauf es ankommt. Die Kooperationsvereinbarung ist ein guter Weg, durch individuelle Hilfe die Chancengleichheit für Menschen mit Migrationshintergrund zu gewährleisten.“

www.dithmarschen.de

07.10.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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