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Zensus 2011: Kreis Dithmarschen sucht Interviewerinnen und Interviewer

HEIDE (pid). 4.300 Dithmarscher Ein- und Mehrpersonenhaushalte werden im Mai 2011 im Zuge einer Haushaltebefragung einbezogen. Im Rahmen dieses Zensus 2011, der zeitgleich bundesweit sowie in den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführt wird, müssen allein im Kreis Dithmarschen rund 13.000 Fragebogen ausgefüllt und zentral ausgewertet werden. Landrat Dr. Jörn Klimant: "Alle Bürgerinnen und Bürger, die beim Zensus von einem unserer Erhebungsbeauftragten angesprochen werden, sind zur Auskunft verpflichtet."

 

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Zensus im Interview (von links): Sören Fraas befragt für den Offenen Kanal Westküste
die Mitarbeiterin der Erhebungsstelle Zensus 2011 in der Kreisverwaltung, Christel Maaßen

 

Für alle befragten Bürgerinnen und Bürger besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Fragebogen über das Portal www.zensus2011.de aufzurufen. Dann kann er die Fragen am PC beantworten und selbst an die zentrale Sammelstelle mailen.

In Deutschland und in den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union findet 2011 eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung, der Zensus 2011, statt. Per Interview wird geklärt, wie viel Menschen in Deutschland leben, wie alt sie sind, welchen Familienstand oder welche Ausbildung sie haben und welchen Beruf sie ausüben. Dabei handelt es sich nicht um eine Totalerhebung wie bei der Volkszählung 1987. Nur noch knapp zehn Prozent der Bevölkerung werden per Zufallsverfahren ausgewählt und persönlich befragt.

Für die Durchführung dieser Haushaltebefragungen sucht der Kreis Dithmarschen Interviewerinnen und Interviewer, sogenannte Erhebungsbeauftragte. Alle ausgesuchten 4.300 Dithmarscher Ein- und Mehrpersonenhaushalte werden vorab durch ihre Erhebungsbeauftragten schriftlich informiert.

Ein Termin wird verabredet, um den achtseitigen Fragebogen an Ort und Stelle gemeinsam auszufüllen oder  ihn später ausgefüllt ans Amt zu schicken. Peter Storm, Leiter der Zensus-Erhebungsstelle und Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger beim Kreis: "Die allermeisten der rund 50 einfach strukturierten Fragen können mit einem Kreuzchen beantwortet werden. Der Zeitaufwand pro Erhebung liegt bei zehn Minuten."

Um die Vergleichbarkeit dieser Daten zu gewährleisten, werden alle Interviewerinnen und Interviewer vom Kreis im Zeitraum März und April 2011 an jeweils einem Abend in kleinen Gruppen geschult.

Alle Daten werden anonymisiert bearbeitet und von allen Beteiligten vertraulich bearbeitet. Storm: "Wir schicken natürlich niemanden durch sein eigenes Dorf, um die Nachbarn zu befragen." Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten Interviewerinnen und Interviewer eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 7,50 Euro je ausgefüllten Fragebogen. Die Aufwandsentschädigung ist bis zu einer Höhe von 2.100 Euro steuerfrei.

Im Rahmen von Zensus 2011 werden alles in allem drei Befragungen durchgeführt: Zur statistischen Korrektur von Über- oder Untererfassungen in den Melderegistern sowie zur Erhebung von Zusatzmerkmalen, wie zum Beispiel Bildungsstand oder Erwerbstätigkeit von Selbstständigen, werden in einer Haushaltebefragung rund zehn Prozent der Einwohner des Kreises Dithmarschen persönlich befragt. Das Ergebnis wird von Wissenschaftlern hochgerechnet. Storm: "Beim Zensus 2011 handelt es sich um eine registergestützte Auswertung. Basis ist unter anderem das Melderegister."
 
Weil in Deutschland keine Registerangaben zu Gebäuden mit Wohnraum vorhanden sind, werden alle Eigentümer von Gebäuden und Wohnungen auf postalischem Weg durch das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein befragt. In besonderen Wohnbereichen, zum Beispiel in Gemeinschaftsunterkünften wie Studenten- und Altenwohnheimen, werden flächendeckend Befragungen der dort Wohnenden durchgeführt.

Der Datenschutz spielt bei der Volkszählung eine große Rolle. Jeder der an der Befragung teilnimmt, hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass seine Daten ausschließlich für die Zwecke des Zensus genutzt werden. Aus diesem Grunde ist in der Kreisverwaltung eine „Erhebungsstelle“ eingerichtet worden, die den Informationsschutz der Bürger durch technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet.

Diese Erhebungsstelle wird im Auftrag des Statistikamtes Nord betrieben. Sie ist mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, die speziell nach dem Statistikgesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet wurden. Ihre Aufgabe besteht nicht ausschließlich in der Betreuung der Erhebungsbeauftragten, die Erhebungsstelle ist gleichzeitig Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises, die Fragen zum Zensus haben.

Landrat Dr. Jörn Klimant: "Gesucht werden jetzt 80 bis 90 volljährige Dithmarscherinnen und Dithmarscher, die bereit und auch sprachlich in der Lage sind, als Interviewerinnen und Interviewer beim Zensus mitzuwirken. Wir erwarten von den Bewerberinnen und Bewerbern Zuverlässigkeit, Verschwiegenheit und Gesprächsoffenheit. Wenden Sie sich bitte an die Erhebungsstelle des Kreises Dithmarschen."

Infos: Kreis Dithmarschen, Erhebungsstelle Zensus 2011, Stettiner Str. 30, 25746 Heide, Peter Storm, Christel Maaßen, Telefon: 0481/97- 1253, Fax: 0481/97 22 1253, eMail: zensus 2011@dithmarschen.de, www.zensus2011.de, www.statistik-nord.de

www.dithmarschen.de

 

19.01.2011
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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