Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Zwei Aufführungen und ein Casting: Der Kreis Dithmarschen sucht neue Schauspieler*innen für das Theaterstück Braunhemd und bringt zwei Stücke auf die Bühne

HEIDE. Der Kreis Dithmarschen lädt erstmals zu einem Theatertreff in Kooperation mit der Veranstaltungsreihe Kunstgriff ein. Am Samstag, den 31. August ist die Meldorfer Ditmarsia (Süderstraße 16) ab 16 Uhr Schauplatz dreier Aktionen.

Ab 16 Uhr beginnt das Casting für die erfolgreiche Produktion „Braunhemd“. Seit zwei Jahren tourt das Ensemble nicht nur in Dithmarschen. Über 2000 Zuschauer*innen haben das Stück über einen Zeittunnel ins Dritte Reich bisher gesehen. Nun steht ein Umbruch im Team an. „Wir brauchen neue Schauspielerinnen und Schauspieler von 14 bis 16 Jahren. Ein Teil der Crew verlässt uns, weil schulische Anforderungen in der Oberstufe oder der Einstieg ins Berufsleben  ein Ausscheiden leider notwendig machen“, sagt Gerd Manzke, Jugendschutzbeauftragter des Kreises und Autor des Stückes.

Bühnenerfahrung ist nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich

Das ganze Team wird in den Herbstferien zu einem viertägigen Workshop aufbrechen, um das dann aktualisierte Stück einzustudieren. Wer beim Casting überzeugen kann, bekommt direkt vor Ort das Ticket zur Teilnahme. „Die Teilnahme ist kostenlos, weil alle Bühnenakteure Botschafter für den Kreis Dithmarschen sind“, sagt Bernd Holtschneider, zuständiger Fachdienstleiter.

Nach dem Casting steht um 18 Uhr die alte Besetzung letztmalig auf der Bühne und erweckt „Braunhemd“ zum Leben. Die Geschichte aus dem Umfeld des Konzentrationslagers Sachsenhausen ist hochaktuell.  Das Stück behandelt unter anderem Themen wie Verantwortung, Flüchtlinge, Konsum und Mobbing. Videoeinspielungen und die Interaktion mit dem Publikum verleihen der Inszenierung außerdem den nötigen Tiefgang.

Geschichte, Gegenwart und Zukunft funktionieren gemeinsam auf der Bühne

Den Schlusspunkt des Theatertreffs setzt um 19 Uhr die Uraufführung des Stückes „Aufgefallen“. Auf den ersten Blick schwere Kost, geschrieben und inszeniert für einen Theaterwettbewerb über Opfer der Euthanasie im Dritten Reich. „Wir haben jedoch ziemlich schnell einen Dreh gefunden, die Verbrechen der Nazizeit mit heute und der Zukunft zu verknüpfen“, sagt Leonie Brandt, Mitglied des Ensembles.

Im Mittelpunkt des Stückes steht Ernst Lossa. Der 14-jährige Halbwaise, der aus heutiger Sicht  vielleicht als „verhaltensauffällig“ durchgehen würde, landet während des Zweiten Weltkrieges in einem Kinderheim. Hier wird der Junge im Jahr 1944 mit einer Giftspritze hingerichtet, weil er als „nicht lebenswert“ gilt. „Die Botschaft des Stückes lautet: Nie wieder! Außerdem gilt es ganz besonders den Blick für Inklusion zu schärfen“, sagt Holtschneider.

Beide Theaterstücke sprechen Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene gleichermaßen an. Der Eintritt ist frei.

Theatertreff in Kürze

Termin: 31. August 2019           

16 Uhr:  Casting Braunhemd für alle von 14-16 Jahren  mit sofortiger Entscheidung über die Aufnahme ins Team

18 Uhr: Aufführung „Braunhemd“

19 Uhr: Aufführung „Aufgefallen“

Die Braunhemd-Schauspieler*innen bei einem Auftritt in Bützkow in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Kreis Dithmarschen

Autor: Pressestelle, 13.08.2019 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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