Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ausstellungen im Kreishaus über Migration und Menschenrechte

HEIDE. Zwei Plakatausstellungen in vier Wochen zeigt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Foyer des Kreishauses, Stettiner Straße 30 in Heide. Den Anfang macht die Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen!? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“, die noch bis zum 19. Oktober 2018 ausgestellt ist. Im Anschluss wird „Krieg und Menschenrechte“ bis zum 2. November gezeigt. Besichtigungszeiten sind von montags bis donnerstags, 8 bis 17 Uhr, und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Die Ausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen!? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ stellt die Themen Flucht und Integration in den Mittelpunkt. Aktuell suchen Flüchtlinge und Vertriebene insbesondere aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und auch Afrika Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven in der Europäischen Union. Dabei wird auch auf die in Folge des Zweiten Weltkriegs geflohenen und vertriebenen Menschen eingegangen und Parallelen zur Gegenwart gezogen. Wie funktionieren Mechanismen der Gewaltmigration? Wie kommen die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurecht? Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Prof. Dr. Jochen Oltmer, IMIS – Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück.

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Krieg und Menschenrechte“ stehen die historische Entwicklung der Menschenrechte und deren Bedeutung für die Arbeit des Volksbundes sowie die Ahndung von Menschenrechtsverletzungen in aktuellen Konflikten. Die Geschichte der Genfer Konventionen wird wie die Rolle des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes behandelt. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Anerkennung von sexueller Gewalt als Kriegsverbrechen im Völkerstrafrecht. Auch werden die Lebenswege von Menschen vorgestellt, die sich im Kampf um Menschenrechte verdient gemacht haben oder Opfer von Menschenrechtsverletzungen wurden. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum und dem wissen-schaftlichen Beirat des Volksbundes.

Renate Agnes Dümchen, Leiterin des Geschäftsbereiches Familie, Soziales, Gesundheit sowie Vorsitzende des Kreisverbandes Dithmarschen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., sagt: „Die Ausstellungen überzeugen mit ihrer Qualität. Sie besitzen auch eine große Aktualität, insbesondere im Hinblick auf die andauernden Debatten um Migration und Integration von Menschen aus anderen Kulturen, aus Vertreibung und Armut sowie persönlicher Verfolgung heraus.“

Für die Wanderausstellungen entwickelte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Materialien für Schul- und Jugendgruppen. Arbeitsblätter können im Internet auf www.volksbund-sh.de heruntergeladen werden. Auch können bei Bedarf die Unterrichtsmaterialien für Schul- und Ju-gendgruppenarbeit bei Rainer Siebahn, Leiter des Fachdienstes Soziale Leistungen des Kreises Dithmarschen und Geschäftsführer der Kreisgruppe Dithmarschen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., angefordert werden (E-Mail: rainer.siebahn@dithmarschen.de; Tel.: 0481/97-1339).

Der Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber-fürsorge Ralf Ragwitz (links) und Rainer Siebahn, Leiter des Fachdienstes Soziale Leistungen des Kreises Dithmarschen und Geschäftsführer der Kreisgruppe Dithmarschen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., bauen die Ausstellung »geflohen, vertrieben - angekommen!? - Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert« im Foyer des Kreishauses auf. Foto: Kreis Dithmarschen

Der Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber-fürsorge Ralf Ragwitz (links) und Rainer Siebahn, Leiter des Fachdienstes Soziale Leistungen des Kreises Dithmarschen und Geschäftsführer der Kreisgruppe Dithmarschen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., bauen die Ausstellung »geflohen, vertrieben - angekommen!? - Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert« im Foyer des Kreishauses auf. Foto: Kreis Dithmarschen
Autor: Pressestelle, 11.10.2018 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

Zurück zur Übersicht