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Moin!MINT: Mehr MINT für Dithmarscher Kinder und Jugendliche

HEIDE. Tüfteln, experimentieren und vor allem vieles selbst ausprobieren: das Projekt Moin!MINT schafft erstmals ein kreisweites Nachmittagsangebot für Kinder zu Mathematik, Informatik, Natur und Technik (MINT). Seit August 2022 bieten die Projektpartner Experimentier- und Technik-AGs im offenen Ganztag in den Dithmarscher Grundschulen an. Ein Ferienprogramm sowie Exkursionen zu Unternehmen und Bildungsorten sollen das Programm ergänzen. Außerdem werden sich Sommercamps und eine Radioredaktion explizit an Schülerinnen richten. Alle Angebote sind kostenlos.

Der Kreis Dithmarschen koordiniert das Verbundprojekt der Partner Fachhochschule Westküste, Verein der Volkshochschulen in Dithmarschen e.V. und Offener Kanal Westküste. Gefördert wird das dreijährige MINT-Cluster vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Eine zweijährige Anschlussförderung ist möglich. Bundesweit gibt es 50 MINT-Cluster. Dithmarschen hat den Zuschlag erhalten und am 1. Juli 2022 mit der Umsetzung begonnen.

Renate Agnes Dümchen, Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Soziales, Gesundheit, freut sich über das Engagement der Partner: „Das wir mit Moin!MINT bereits zu Beginn so viel anbieten können und alles gut anläuft, ist der große Verdienst unserer Verbundpartner. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr.“

Projektleiter Prof. Dr. Sönke Appel von der Fachhochschule Westküste betont: „Die Fachhochschule Westküste pflegt seit Jahren guten Kontakt zu Schulen in Dithmarschen, zum Beispiel durch das Crazy Cars Projekt, dass wir regelmäßig mit Schüler*innen der 11. Klassen organisieren. Unser Ziel ist, dass der Umgang mit MINT-Themen für die Jungen und Mädchen alltäglich wird und sie erleben, welche Vielfalt an Berufszweigen ihnen allein in den Bereichen Technik und erneuerbare Energien offenstehen.“

Projektkoordinatorin Dr. Britta Kastens fügt hinzu: „Neben dem Angebot in Grundschulen wollen wir unsere bisherigen Formate auch für die älteren Jahrgangsstufen breiter aufstellen. Wir planen aktuell z. B. ein Angebot für die Jugendfeuerwehren im Kreis Dithmarschen und haben hierzu schon in der Antragsphase Gespräche mit dem Kreisfeuerwehrverband geführt.“

In den offenen Ganztagen, in denen der Verein Volkshochschulen in Dithmarschen die Trägerschaft inne hat, sind MINT-Themen schon immer fest verankert. „Moin!MINT gibt uns die Möglichkeit, unser Angebot zu erweitern und neue Formate auszuprobieren. An mehreren Schulen in der Region führen Fachkräfte Workshops zu den Bereichen Natur, Technik, Chemie, Biologie durch. Dabei erfahren die Schüler*innen auf anschauliche Art, an welchen Stellen uns MINT im Alltag begegnet. Damit wollen wir die Freude an der Auseinandersetzung fördern und Berührungsängste abbauen“, so Martin Gietzelt, Leiter des Vereins.

„Die Angebote des Offenen Kanals Westküste sollen Kindern und Jugendlichen zeigen, wie sie mit digitalen Medien eigenständig, kreativ und kritisch den Umgang mit digitalen Technologien erlernen und eigene Werke erschaffen können. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Dabei sollen vielseitige Projekte zum Mitmachen, Coden und Tüfteln ausprobiert und angewendet werden – von herkömmlichen auditiven Angeboten bis zu technologiebasierten, zukunftsorientierten Möglichkeiten," sagt Andreas Guballa, Leiter des Offenen Kanals Westküste.
Und Medienpädagogin Sabine von Rekowski ergänzt: "Dabei soll der Umgang mit traditionellen auditiven Medien nicht vernachlässigt werden. Insbesondere durch den Boom von Podcasts in den letzten Jahren gibt es eine Renaissance der Audioproduktion und -rezeption, die durch verschiedene Angebote gefördert und forciert werden soll."

Sabine von Rekowski, Medienpädagogische Volontärin des Offenen Kanals Westküste, stellt mit Schüler*innen der dritten und vierten Klasse der Grundschule Meldorf am 3D-Drucker kleine Objekte wie Herzen oder Münzen her (v. l.): Nea-Lynn Eggers, Laura Diedrichsen, Selma Nova Zacharias, Melina Ehlers, Lasse Borwick, Darvin Göttsche und Luis Petersen. Foto: Kreis Dithmarschen

Sabine von Rekowski, Medienpädagogische Volontärin des Offenen Kanals Westküste, stellt mit Schüler*innen der dritten und vierten Klasse der Grundschule Meldorf am 3D-Drucker kleine Objekte wie Herzen oder Münzen her (v. l.): Nea-Lynn Eggers, Laura Diedrichsen, Selma Nova Zacharias, Melina Ehlers, Lasse Borwick, Darvin Göttsche und Luis Petersen. Foto: Kreis Dithmarschen

Ausbau außerschulischer MINT-Angebote in Dithmarschen

Gemeinsam mit weiteren MINT-Anbietern aus der Region baut der Verbund eine Struktur auf, ein sogenanntes MINT-Cluster. Im ganzen Kreisgebiet werden regelmäßig wiederkehrende und betreute Mitmach- und Lernprojekte stattfinden. Das Angebot richtet sich an Schüler*innen im Alter von 8 bis 16 Jahren. Je nach Altersgruppe wird im offenen Ganztag und an Orten der Begegnung wie Jugend- und Familienzentren oder Vereinen Moin!MINT angeboten.

„So kommt MINT dorthin, wo die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit verbringen“, sagt Johanna Baron, Projektleiterin im Fachdienst Hilfen im Übergang des Kreises Dithmarschen. „Wer die eigene MINT-Leidenschaft auslebt, hat später gute Karriereaussichten. Das gilt für die Gesundheitsberufe, für das Handwerk und auch für das Psychologiestudium“

Exkursionen machen die Kinder und Jugendlichen aus ganz Dithmarschen mobil und lassen sie Orte der MINT-Bildung und MINT-Praxis erkunden. Ein Ferienprogramm wird ab 2023 Abwechslung außerhalb der Schulzeit bieten, ebenso ein Sommercamp für Schülerinnen.

Die Angebote an den Ganztagsschulen sind direkt nach den Ferien an drei Grundschulen gestartet, in Meldorf, in Burg und in St. Michaelisdonn. Das Interesse ist groß, es gibt mehr Anmeldungen als Plätze. Im nächsten Schulhalbjahr werden die AGs an drei anderen Grundschulen im Kreisgebiet stattfinden.

Förderung

Das Vorhaben Moin!MINT wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2025 mit insgesamt rund 340.000 Euro unter dem Förderkennzeichen 16MCJ2074A unterstützt. Es ist möglich, dass der Verbund weitere 160.000 Euro für die zweite Förderperiode ab 2025 beantragen kann.


Kontakt

Nähere Informationen zum Projekt Moin!MINT erhalten Interessierte bei Johanna Baron telefonisch unter: 0481/97-4815 oder per E-Mail: johanna.baron@dithmarschen.de.

Interessierte Dozent*innen können sich melden bei: Astrid Lahrsen-Loges, Volkshochschulen in Dithmarschen e.V., Tel. 0152 56901079, E-Mail: lahrsen-loges@vhs-dithmarschen.de.

Weitere Informationen zu den MINT-Clustern: https://www.bildung-forschung.digital/digitalezukunft/de/bildung/mint-cluster/mint-cluster_node.html

Bringen Moin!MINT zu den Kindern und Jugendlichen (v. l.): Von der Fachhochschule Westküste Projektkoordinatorin Dr. Britta Kastens und Projektleiter Prof. Dr. Sönke Appel sowie vom Verein Volkshochschulen in Dithmarschen Leiter Martin Gietzelt und Leiter offene Ganztage Björn Ausborm sowie vom Offenen Kanal Westküste Leiter Andreas Guballa und Medienpädagogin Sabine von Rekowski sowie vom Kreis Dithmarschen Renate Agnes Dümchen, Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Soziales, Gesundheit sowie Projektleiterin Johanna Baron sowie die Grundschulleiterinnen Sabine Timmermann (Grundschule Burg/Süderhastedt) und Ilona Neumann (Grundschule St. Michaelisdonn) sowie die Koordinatorin des offenen Ganztags Dörte Rohde (Grundschule Burg/Süderhastedt). Foto: Kreis Dithmarschen

Bringen Moin!MINT zu den Kindern und Jugendlichen (v. l.): Von der Fachhochschule Westküste Projektkoordinatorin Dr. Britta Kastens und Projektleiter Prof. Dr. Sönke Appel sowie vom Verein Volkshochschulen in Dithmarschen Leiter Martin Gietzelt und Leiter offene Ganztage Björn Ausborm sowie vom Offenen Kanal Westküste Leiter Andreas Guballa und Medienpädagogin Sabine von Rekowski sowie vom Kreis Dithmarschen Renate Agnes Dümchen, Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Soziales, Gesundheit sowie Projektleiterin Johanna Baron sowie die Grundschulleiterinnen Sabine Timmermann (Grundschule Burg/Süderhastedt) und Ilona Neumann (Grundschule St. Michaelisdonn) sowie die Koordinatorin des offenen Ganztags Dörte Rohde (Grundschule Burg/Süderhastedt). Foto: Kreis Dithmarschen

22.09.2022
Autor/in: Pressestelle
Quelle: Kreis Dithmarschen

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