Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Thema Pflege: Sensiblisieren, informieren und entlasten - PflegeNotTelefon und Pflegestützpunkt veranstalten Vortragsreihe rund um das Thema Pflege

HEIDE. Die kostenlose Vortragsreihe des PflegeNotTelefons in Kooperation mit dem Pflegestützpunkt im Kreis Dithmarschen unter dem Motto „Bewusstsein wecken - Sensibilisieren – Informieren“ widmet sich mit vier Veranstaltungen den Herausforderungen der Pflege. Wesentliche Themen aus den Beratungsgesprächen werden mit Unterstützung von erfahrenen Fachleuten aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.

Die Vortragsreihe findet vom 25. April bis 24. Oktober 2019 im Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen, Esmarchstraße 50, in Heide jeweils donnerstags von 15 bis 17 Uhr statt.

Insgesamt vier Vorträge befassen sich mit den Herausforderungen und kritischen Situationen in der Pflege:
Joanna Batista (Rechtsreferat der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V., Kiel): „Raus aus der Grauzone…Möglichkeiten und Grenzen bei der Beschäftigung von osteuropäischen Haushaltshilfen“ (25. April 2019); Dr. Petra Schulze-Lohmann (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., Kiel): „Im Alter is(s)t man anders…“ (27. Juni 2019); Dr. Hanneli Döhner (wir pflegen e.V., Hamburg): „Und wo bleibe ich – Die Rolle pflegender Angehöriger“ (12. September 2019) und Thomas Richert (Jurist, Stabsstelle der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten, Kiel): „Wenn die eigenen Eltern älter werden…Herausforderungen und Wege im Sozialrecht“ (24. Oktober 2019). Im Anschluss besteht für die Besucher*innen die Möglichkeit, sich mit Expert*innen auszutauschen und Fragen zu stellen.

Anke Buhl (PflegeNotTelefon) und Kerstin Magnussen (Pflegestützpunkt im Kreis Dithmarschen) bieten Hilfe und Beratung rund um die Pflege an. Foto: Kreis Dithmarschen

Anke Buhl (PflegeNotTelefon) und Kerstin Magnussen (Pflegestützpunkt im Kreis Dithmarschen) bieten Hilfe und Beratung rund um die Pflege an. Foto: Kreis Dithmarschen


Pflege: Die richtige Hilfe finden

Bis zu 80 Prozent der erkrankten und älteren Menschen wer-den von ihren Angehörigen gepflegt. Die Pflege ist hoch ambitioniert. Es braucht sehr viel Zuwendung und damit nötige Zeitressourcen, um familiär Unterstützung zu bieten. Für Angehörige, Freunde oder Nachbarn kann ohne die passgenaue Unterstützung die Pflege von vertrauten Menschen zur körperlichen und seelischen Belastung werden. Auch Pflegeprofis, ehrenamtliche Helfer*innen, Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen oder Betreuer*innen stoßen manchmal an ihre Grenzen. Kritische Ereignisse in der Pflege sind deshalb keine Seltenheit. Im pflegerischen Alltag werden immer wieder auch grundsätzliche Entscheidungen getroffen. Wer wird die Pflege auch in schwierigen Zeiten übernehmen? Soll die Ernährung über eine Sonde fortgesetzt werden? Sollte ein Mensch, der sehr unruhig ist, Medikamente zur Beruhigung bekommen? Wie können Menschen mit einer Depression durch pflegerisches Handeln angemessen begleitet werden? Wie kann passgenaue ambulante oder auch teilstationäre Pflege finanziert werden?

Alle Akteure sind gefragt sich immer wieder neu mit den pflegebedürftigen Menschen darüber verständigen, was in der jeweiligen Situation seinem Wunsch entspricht und gleichfalls würdevoll und angemessen ist.

Anke Buhl, Projektkoordinatorin des PflegeNotTelefons, sagt über das Ziel der Veranstaltung: „Uns geht es bei der Vor-tragsreihe um Aufklärung und Sensibilisierung über die Pflege älterer Menschen. Je mehr öffentliche Aufmerksamkeit das Thema erhält, umso eher suchen sich die Betroffenen und Angehörigen Hilfe und haben auch den Mut, Probleme anzusprechen.“

Kerstin Magnussen, Leiterin des Pflegestützpunktes im Kreis Dithmarschen, berichtet über ihre Erfahrung: „Oft ist es in den Familien ein langwieriger Prozess, die passenden Unterstützungsangebote zu finden und anzunehmen. Eine erste Beratung kann bereits entlastend wirken.“

Profis bieten Rat und Entlastung

Das PflegeNotTelefon und der Pflegestützpunkt in Dithmar-schen bieten niedrigschwellige Hilfe rund um das Thema Pflege an. Beide Einrichtungen sind auch gut miteinander vernetzt.

Das PflegeNotTelefon besteht seit 20 Jahren und ist eine Initiative des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein. Es wird von der Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Schleswig-Holstein e.V. als Projekt für einen Unterstützerkreis von Organisationen, Vereinen und Verbänden aus dem Pflege- und Gesundheitswesen koordiniert. Rund um die Uhr sind Fachkräfte am Telefon. Sie helfen den Ratsuchenden in Krisensituationen oder auch bei Beschwerden unter der landesweiten Nummer 01802 49 48 47.

Der Pflegestützung im Kreis Dithmarschen berät individuell und unabhängig. Die Beratung rund um die Themen Leben und Wohnen im Alter sowie Pflege und Betreuung ist kostenfrei. Auch bieten die Mitarbeiter*innen Hausbesuche an.

Der Pflegestützpunkt im Kreis Dithmarschen hat folgende Sprechzeiten in Heide, Esmarchstraße 50, von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 11 Uhr sowie Dienstag von 15 bis 17 Uhr und ist unter der Telefonnummer 0481-7851112 zu erreichen. Die Außenstelle in Brunsbüttel, in den Räumen des Jobcenters Dithmarschen, Albert-Schweitzer-Straße 24-28, hat jeweils donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet und ist unter der Nummer 04852-835 13 27 erreichbar. E-Mail: pflegestuetzpunkt-dithmarschen.de; Internet: www.pflegestuetzpunkt-dithmarschen.de.

Autor: Pressestelle, 15.04.2019 
Quelle: Kreis Dithmarschen 

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