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Warm-up zur EnergieOlympiade: EKSH fährt zu Preisträgern: Ausgezeichnete kommunale Energieprojekte - nachhaltig gut für's Klima: Letztes Reiseziel Wöhrden

WÖHRDEN. Bei der EnergieOlympiade werden in Schleswig-Holstein seit über zehn Jahren herausragende und nachahmenswerte Projekte aus Kommunen mit einem Preisgeld von insgesamt rd. 100.000 Euro pro Wettbewerbsrunde ausgezeichnet. Seit dem 1. September 2018 sind die Kommunen wieder an die Startblöcke gerufen, sich um den renommierten Landes-Energiesparpreis zu bewerben. Der Veranstalter, die gemeinnützige Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), lädt ein zum Warm-up und besucht Siegerkommunen, um sich von der Vorbildwirkung und der Nachhaltigkeit der prämierten Projekte zu überzeugen. „Die EKSH will mit ihren Programmen und Aktivitäten längerfristig zum Klimaschutz in Kommunen beitragen“, betonte EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers. Als sechstes und letztes Ziel der sechstägigen Besuchsreise der EKSH zum EnergieOlympiade-Warm-up stand am 13. September Wöhrden auf dem Programm.


Die Gemeinde Wöhrden wurde 2017 mit ihrem Systemansatz in der stark besetzten Disziplin „Energiekonzept“ mit dem mit 5.000 Euro dotierten dritten Preis ausgezeichnet. Noch im selben Jahr wurde ein städtebaulich-energetisches Ortskernentwicklungskonzept in Auftrag gegeben. OCF Consulting aus Hamburg und die AC Planergruppe aus Itzehoe untersuchten, wie sich Wöhrden für die Zukunft aufstellen kann. Bereits vor der abschließenden Sitzung der Lenkungsgruppe prognostiziert Dr.-Ing. Manuel Gottschick (OCF Consulting) der Gemeinde gute Chancen für ein wirtschaftlich sinnvolles Nahwärmenetz, das größtenteils mit CO2-armer, klimafreundlicher Abwärme der Westhof Bio GmbH betrieben wird. „Die angeschlossenen Gebäude würden rund 90 Prozent weniger Treibhausgase emittieren als heute“, so Gottschick. Aber auch für die Gebäude, die nach jetzigem Kenntnisstand zu weit von der Wärmetrasse entfernt liegen, weiß er Rat. „Wir haben versucht, sowohl für die Gemeindegebäude als auch für Häuser anderer Eigentümer gut verständliche Anleitungen als Checklisten zu entwickeln, z. B. wie sie ihre Heizungsanlage selbst regeln können.“


Der stellvertretende Bürgermeister Wilhelm Witthohn betont: „Wöhrden hat sich bereits vor mehreren Jahren dazu entschieden, ein energiesparendes Dorf zu werden. Die ersten Schritte sind bereits getan: So wurden sämtliche über 190 Straßenlaternen mit LED-Technik ausgestattet und eine E-Ladestation errichtet. Regelmäßig diskutieren wir in den Fachausschüssen, wie und wo wir weiterhin Energie einsparen können. Der Abschlussbericht von OCF Consulting wird uns eine große Hilfe sein, um weiterhin konkrete Maßnahmen umzusetzen.“ Auch der barrierearme Umbau, die Standortsuche für die geplante Mehrzweckhalle und die Daseinsvorsorge sind Themen der Ortskernentwicklung. Besonders diese Verknüpfung von Energie- und Ortskernentwicklungskonzept lobt die Klimaschutzmanagerin des Kreises, Eva Teckenburg: „Dank der gemeinsamen und abgestimmten Erarbeitung der Konzepte können Synergien genutzt und die Gemeinde umfassender betrachtet werden. Ich hoffe, dass dieser Ansatz auch weiteren Gemeinden als gutes Beispiel dienen wird.“


„Zahlreiche Beispiele aus den Kommunen Schleswig-Holsteins belegen, wie vielfältig und erfolgreich kommunaler Klimaschutz sein kann“, sagte Sievers. Allein bei der EnergieOlympiade gab es seit 2007 mehr als 400 spannende Projekte. Gut zehn Prozent davon seien von Kommunen aus dem Kreis Dithmarschen eingereicht worden. Mit dem neuen, sehr gut angenommenen Programm „Klikom“ unterstütze die EKSH zusätzlich kleine Maßnahmen in Kommunen.

Auf dem Weg zur Wöhrdener Wärmewende (v.l.): Wilhelm Witthohn (Stellv. Bürgermeister der Gemeinde Wöhrden), Käte Templin (Mitglied der Gemeindevertretung Wöhrden), Dr. Manuel Gottschick (OCF Consulting), Dr. Klaus Wortmann (EKSH, Wettbewerbsleiter der EnergieOlympiade), Eva Teckenburg, (Klimaschutzmanagerin Kreis Dithmarschen), Stefan Sievers (EKSH-Geschäftsführer) und Rainer Carstens (Geschäftsführer Westhof Bio GmbH). Foto: Jens Neumann / EKSH

Auf dem Weg zur Wöhrdener Wärmewende (v.l.): Wilhelm Witthohn (Stellv. Bürgermeister der Gemeinde Wöhrden), Käte Templin (Mitglied der Gemeindevertretung Wöhrden), Dr. Manuel Gottschick (OCF Consulting), Dr. Klaus Wortmann (EKSH, Wettbewerbsleiter der EnergieOlympiade), Eva Teckenburg, (Klimaschutzmanagerin Kreis Dithmarschen), Stefan Sievers (EKSH-Geschäftsführer) und Rainer Carstens (Geschäftsführer Westhof Bio GmbH). Foto: Jens Neumann / EKSH


Wettbewerbsleiter Dr. Klaus Wortmann rief Kommunen dazu auf, sich mit Wettbewerbsbeiträgen an der neuen EnergieOlympiade zu beteiligen. Registrierungen und Einreichungen seien ab sofort bis 1. Dezember auf www.energieolympiade.de möglich.
Es bleibt bei den bewährten Preiskategorien „EnergieProjekt“ für kleine und große technische Maßnahmen oder Verhaltens- und Organisationsmaßnahmen. Weiterhin gesucht werden vorbildliche EnergieKonzepte, und es gibt auch wieder den persönlichen Preis für ehrenamtliches Engagement („EnergieHeld“). Beim „ThemenPreis“ gibt es in jeder Runde einen thematischen Schwerpunkt. 2018 ist es das Thema „Nachhaltige Mobilität“.


Die EnergieOlympiade der EKSH wird durch die Partner Kommunale Landesverbände, Investitionsbank-Energieagentur, Landesregierung und das Klima-Bündnis in Frankfurt unterstützt und steht unter derSchirmherrschaft von Ministerpräsident Daniel Günther.


Termine der Tour zum EnergieOlympiade-Warm-up:

19.07.18 Kreis Rendsburg-Eckernförde
25.07.18 Amt Eggebek
26.07.18 Amt Bad Bramstedt Land
10.09.18 Stadt Kiel
11.09.18 Stadt Elmshorn
13.09.18 Gemeinde Wöhrden
www.energieolympiade.de
www.eksh.org/projekte-foerderung/eksh-fuer-kommunen/

Autor: Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH 

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