Drucksache - 2021/1121  

Betreff: Neubau eines Zentrums für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz im Kreis Dithmarschen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachdienst Liegenschaften, Schulen und Kommunalaufsicht Bearbeiter/-in:LKVD Rüsen, Christian
Beratungsfolge:
Hauptausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
11.01.2022 
Sitzung des Hauptausschusses - abgesagt-      
01.02.2022 
Sitzung des Hauptausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussempfehlung an den Kreistag
17.01.2022 
Finanzausschuss - abgesagt -      
24.02.2022 
Digitale Sitzung des Finanzausschusses zur Kenntnis genommen  (2021/1121)
Kreistag des Kreises Dithmarschen Abschließende Beschlussfassung
20.01.2022 
Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen - abgesagt -      
02.03.2022 
Digitale Sitzung des Kreistages des Kreises Dithmarschen ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Planungsentwurf ZFK  

Beschlussvorschlag:
 

  1. Der dieser Beschlussvorlage als Anlage angefügte Planungsentwurf der struhkarchitekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Braunschweig, für den Neubau des Zentrums für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz im Kreis Dithmarschen wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

  1. Die Planung ist auf der Grundlage dieses Entwurfs fortzusetzen.

 

  1. Eventuell erforderliche weitere Entscheidungen im Planungsprozess werden auf den Hauptausschuss und den Finanzausschuss delegiert.

 

 


Sachverhalt:

 

In seiner Sitzung am 13.06.2019 hat der Kreistag beschlossen, dass der Planungsauftrag für den Neubau eines Zentrums für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz Dithmarschen auf den bereits erworbenen Grundstücken in Hemmingstedt, Gewerbepark Westküste Nordost, an ein externes Planungsbüro zu vergeben und die Planungsleistung europaweit öffentlich auszuschreiben ist (siehe Drucksache 2019/0591).

 

Grundlage für die Ausschreibung der Planungsleistung sollte die Vorplanung des Fachdienstes Liegenschaften, Schulen und Kommunalaufsicht mit einem Volumen von rd. 37.000.000 Euro Gesamtkosten, davon rd. 28.000.000 Euro Baukosten brutto, sein. Die Vorplanung und die ermittelten Gesamtkosten sollten durch das gemeinsame Rechnungsprüfungsamt der Kreise Dithmarschen und Steinburg überprüft und das Ergebnis dem Hauptausschuss und dem Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

 

In einer gemeinsamen Sitzung am 05.11.2019 haben der Hauptausschuss und der Finanzausschuss die gutachterliche Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamts des Kreises Dithmarschen zur Vorplanung und den ermittelten Gesamtkosten für den Neubau eines Zentrums für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz im Kreis Dithmarschen zustimmend zur Kenntnis genommen und beschlossen, dass das vom Kreistag beschlossene und zwischenzeitlich eingeleitete Vergabeverfahren zur Findung eines externen Planungsbüros fortzusetzen ist (siehe Drucksache 2019/0591-2).

 

Nachdem das erste Vergabeverfahren zur Findung eines externen Planungsbüros aufgrund einer Rüge im Vergabeverfahren am 09.10.2020 aufgehoben werden musste, konnte das zweite Verfahren am14.07.2021 erfolgreich abgeschlossen werden.

 

In einem Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb sind die Generalplanerleistungen (Gebäudeplanung, Technische Gebäudeausrüstung und Tragwerkplanung) für den Neubau einer Zentrale für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz (ZFK) an das Planungsbüro struhkarchitekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Braunschweig, vergeben worden.

 

In den ersten Wochen nach Auftragserteilung wurde im Zuge der Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) ein Raumprogramm auf der Grundlage der bisherigen Anforderungen und Planungsüberlegungen erarbeitet. Dieses wurde am 01.11.2021 in einem gemeinsamen Workshop von Auftraggeber, Planer und Nutzer (Kreisfeuerwehrverband, Katastrophenschutz der Kreisverwaltung) mit den bisher bekannten Anforderungen abgeglichen und um weitere nutzerspezifische Anforderungen (wie z. B. die Lage und Anordnung bestimmter Funktionsume zueinander) und mögliche zukünftige Entwicklungen (z. B. Berücksichtigung zusätzlicher Stellplätze für Fahrzeuge und Gerätschaften des Katastrophenschutzes; möglicher Hubschrauberlandeplatz) ergänzt.

 

Am 20.12.2021 hat ein zweiter Workshop mit dem Planungsbüro und Nutzervertreter*innen stattgefunden. Es wurden zwei Gebäudevarianten vorgestellt, mit denen das ermittelte Raumprogramm umgesetzt werden kann. Die Workshopteilnehmer*innen haben sich einvernehmlich für eine Variante entschieden, die unter dem bisherigen Kostenrahmen bleibt.

 

Die Variante ist wie folgt zu beschreiben (siehe Planungsentwurf in der Anlage):

 

In einem zweigeschossigen Kopfbau direkt an der Einfahrt von der B5 in den Weg „Hohenheide“ befindet sich der Eingangsbereich für alle Besucher*innen, Mitarbeiter*innen des ZFK und Mitglieder des Katastrophenschutzführungsstabs.

Erdgeschossig sind die Büroräume des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) und der Einheiten des Katastrophenschutzes der Kreisverwaltung (KatS) untergebracht. Im nordwestlichen Übergang zu den sich anschließenden Fahrzeughallen befinden sich die Räumlichkeiten des Löschzugs Gefahrgut (LZG) nebst Stellplätzen aller Fahrzeuge des Katastrophenschutzes.

Im Obergeschoss werden Schulungsräume für bis zu 110 Teilnehmer*innen, eine Kantine mit Kochküche für 60 Gäste und die Leitstelle des Katastrophenschutzführungsstabs angeordnet.

 

An der südwestlichen Gebäudeseite schließen sich die Werkstätten, Prüf-, Reinigungs- und Lagerhallen der Feuerwehrtechnischen Zentrale an.

 

Im südlichen Geländeteil wurden die Einrichtungen für praktische Schulungs- und Übungsszenarien platziert. Geplant sind die Errichtung eines zweigeschossigen Brandhauses, Löschteich, Grubenrettung, brennender Kesselwagen und ausreichend große Flächen zur allgemeinen Brandbekämpfung.

 

Der Grundriss des Gebäudekomplexes stellt sich in der Form eines überdimensionalen Buchstabens „S“ dar. Die zwischen den Gebäudeteilen liegenden Flächen werden als Rangier- und Stellflächen genutzt.

 

Zukünftige Gebäudeerweiterungen (z.B. zusätzliche Lagerflächen oder Stellplätze für Fahrzeuge des KatS) können an den vorhandenen Gebäudestrukturen ergänzt werden. Das Gelände besitzt hierfür ausreichendes Potential.

 

r die Unterbringung aller Anforderungen des Raumprogramms nebst notwendiger Technik- und Infrastrukturflächen sind nach bisherigem Planungsstand ca. 9.800 m² Bruttogeschossfläche (BGF) zu veranschlagen. Ca. 25.000 m² Gelände sind zu bearbeiten und ca. 17.500 m² Außenanlagen werden in geeigneter Art und Weise befestigt bzw. bepflanzt werden müssen.

 

Die Umsetzung dieser Leistungen (Kostengruppe 200-700 gem. DIN 276 exkl. Brandhaus) beziffern die Planer unter Berücksichtigung der aktuellen Lage und einem 10%igen Unsicherheitsbeiwert die Projektkosten mit einer Kostennote von ca. 35.810.000 EUR brutto.

 

r die Errichtung des Brandhauses wird mit Kosten in Höhe von ca. 660.000 EUR brutto zusätzlich gerechnet.


 


 

Finanzielle Auswirkungen

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Falls ja:

 

 

 

 

 

Im Haushaltsplan berücksichtigt

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

Freiwillige Aufgabe/Maßnahme

Ja

X

 

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnisplan/Finanzplan

Produkt-Nr.

12610

Produkt-Name

Neubau ZFK

 

Ertrag

Euro

Einzahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

Aufwand

Euro

Auszahlungen

Euro

 

 

 

 

zusätzlich / neu

 

zusätzlich / neu

 

 

 

Saldo

 

Saldo

 

 

Ein negativer Saldo wird finanziert durch:

(Beschreibung der konkreten strukturellen - Einsparungsmaßnahmen/Mehrerträge)

 

 

 

 

Auswirkung auf Stellenplan

Ja

 

 

Nein

X

 

 

 

 

 

 

 

Stellenmehrbedarf: (z. B. 0,5 VK, EG ___/A___)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen

  1. Planungsentwurf ZFK

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Planungsentwurf ZFK (891 KB)