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Hafenstandort Brunsbüttel – Studie belegt nationale Bedeutung (v. l.): Frank Schnabel (Brunsbüttel Ports), Doris Ipsen (Unternehmensverband Unterelbe-Westküste), Landrat Thorben Schütt, Jobst Schlennstedt (Ramboll), Dr. Steffen Lüsse (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein) und Martina Hummel-Manzau (Entwicklungsgesellschaft Westholstein). Foto: Brunsbüttel Ports

Versorgungssicherheit Made in Brunsbüttel: Studie belegt nationale Bedeutung des Hafenstandortes

Heide / Brunsbüttel, 10. März. Eine neue, unabhängige Studie der Ramboll Deutschland GmbH belegt nun mit belastbaren Zahlen, was sich in den vergangenen Krisenjahren eindrucksvoll gezeigt hat: Der Hafenstandort Brunsbüttel ist von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung, Wertschöpfung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Die Ergebnisse wurden heute im Dithmarscher Kreishaus erstmals öffentlich vorgestellt – im Schulterschluss der Brunsbüttel Ports GmbH, dem Unternehmensverband Unterelbe-Westküste e. V. (UVUW) und dem Kreis Dithmarschen. Für zusätzlichen Rückenwind sorgte die Beteiligung des Landes Schleswig-Holstein.

Mehr als ein Hafen: 1,29 Milliarden Euro Wertschöpfung

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • 1,29 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung
  • 5.000 direkt Beschäftigte in Brunsbüttel und der Region
  • 15.300 vom Hafen Brunsbüttel abhängig Beschäftigte bundesweit

 

Die Häfen von Brunsbüttel Ports sind weit mehr als ein regionaler Umschlagplatz – sie sind von nationaler Bedeutung. Die Studie zeigt deutlich: Hier entstehen Arbeitsplätze, hier wird Wertschöpfung generiert, hier wird Energie importiert – und hier soll die industrielle Transformation Deutschlands praktisch umgesetzt werden.

Brunsbüttel steht damit exemplarisch für einen Hafenstandort, dessen Wirkung weit über die Region hinausreicht: Als Rückgrat verlässlicher Energieversorgung und Energietransformation sowie als volkswirtschaftlicher Stabilitätsanker für Deutschland in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Pipelineunabhängige LNG-Versorgung – stabil auch in langen Kältephasen

Spätestens seit den energiepolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre ist klar:
Versorgungssicherheit muss auch in Krisenzeiten garantiert sein. Mit seiner LNG-Importinfrastruktur leistet insbesondere der Brunsbütteler Elbehafen einen entscheidenden Beitrag zur stabilen und pipelineunabhängigen Gasversorgung Deutschlands – für Industrie ebenso wie für private Haushalte.

Der aktuelle Winter führt die Realität deutlich vor Augen: Lange, intensive Kältephasen und niedrige Gasspeicherstände machen sichtbar, wie entscheidend eine verlässliche LNG-Importinfrastruktur ist. Ohne sie wären die Folgen in den vergangenen Monaten spürbar gewesen – für Produktionsketten, Energiepreise und die nationale Versorgungslage. Die Brunsbütteler Häfen sind damit von bundesweiter Bedeutung und unabdingbarer Teil der kritischen Energieinfrastruktur Deutschlands. Somit steht fest: Ohne Häfen, keine Energiesicherheit!

Universalhafen wurde zum Energiehub mit nationaler Strahlkraft

Der Hafenstandort Brunsbüttel hat sich in den vergangenen Jahren mit seinen drei inhabergeführten Häfen von Brunsbüttel Ports grundlegend weiterentwickelt. Insbesondere der Elbehafen hat sich als größter Standort des Hafen- und Logistiknetzwerkes in Norddeutschland und Schweden vom vielseitigen Universalhafen auch zu einem Energiehub von nationaler Bedeutung entwickelt.

Neben dem Import von Energieträgern werden im Brunsbütteler Elbehafen zentrale Güter der Energiewende umgeschlagen – von Windkraftanlagenteilen über Generatoren und Transformatoren bis hin zu Kabeltrommeln für überregionale Strominfrastrukturprojekte.

Gleichzeitig sind die Häfen von Brunsbüttel Ports wichtige Versorgungsdrehscheiben für das ansässige Industriegebiet, den ChemCoast Park Brunsbüttel. Es ist das größte im Bundesland und beheimatet unter anderem Industriekonzerne aus der Chemie- und Energiebranche. Hier entsteht messbare industrielle Wertschöpfung – ein Standortvorteil, der zusätzliche Wettbewerbsfähigkeit sichert und die Versorgung stabilisiert.

Vor diesem Hintergrund hält die Hafengruppe weiter Kurs in Richtung Zukunft und rückt bereits das nächste Leuchtturmprojekt in den Fokus, um die Energietransformation aktiv weiter mitzugestalten: Um die Speicherung von CO2 im Boden der Nordsee (CCS) zu realisieren, wird sich der Brunsbütteler Elbehafen als führender nationaler CO2-Exporthub etablieren.

Dies ist ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung, ohne dabei zu deindustrialisieren.   Gleichzeitig sollen über die Brunsbütteler Häfen künftig auch grüne Energieträger wie Wasserstoff und dessen Derivate, etwa Ammoniak, umgeschlagen werden. Der Industrie- und Hafenstandort leistet damit einen konkreten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Schleswig-Holsteins (2040), Deutschlands und der Europäischen Union.

 

„Wer über Versorgungssicherheit spricht, spricht über Brunsbüttel“

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Hafengruppe von Brunsbüttel Ports und der SCHRAMM group, findet klare Worte: „Die Studie belegt: Brunsbüttel ist ein bundesweit bedeutender Energiehub, Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands und von bundesweiter Bedeutung. Wer über Versorgungssicherheit spricht, spricht über Brunsbüttel.“ Und er appelliert deutlich: „Wir liefern – verlässlich und pipelineunabhängig, auch in Krisenzeiten. Jetzt ist es an der Politik, die Chancen entschlossen zu begleiten, damit auch die Energietransformation gelingen kann“.

Passend zu diesem Appell gab es vor Ort deutliche landespolitische Unterstützung. Dr. Steffen Lüsse, Leiter des Hafenreferats im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium, betonte die strategische Rolle Brunsbüttels innerhalb der Landeshafenstrategie. Die Brunsbütteler Häfen gelten darin als zentraler Baustein für Energieimport, industrielle Transformation und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Die nun vorgelegte Studie unterstreicht diese strategische Einordnung mit konkreten volkswirtschaftlichen Kennzahlen und bundesweiter Perspektive.

Auch der Dithmarscher Landrat und Hausherr der Veranstaltung, Thorben Schütt, unterstreicht die Bedeutung Brunsbüttels für die Region und darüber hinaus: „Der Hafenstandort Brunsbüttel hat großes Potenzial für Wirtschaft, Energieversorgung und die grüne Transformation der Industrie. Das müssen wir regional, bundesweit und international stärker voranbringen und Hindernisse abbauen. Denn erst mit passender Verkehrs- und Strominfrastruktur entstehen Wachstum und Fortschritt. Ein vielseitig aufgestellter und gut erschlossener Hafenstandort macht uns auch widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen und Marktschwankungen.“

Klarer Auftrag an Berlin

Die Studienergebnisse senden ein deutliches Signal: Mit über einer Milliarde Euro Bruttowertschöpfung sind die Brunsbütteler Häfen kein regionales Infrastrukturprojekt, sondern ein Versorgungshub und Wertschöpfungsmotor mit nationaler Tragweite. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten zeigt sich, wie wichtig leistungsfähige Energieinfrastruktur für die Volkswirtschaft ist. Brunsbüttel gehört mit seinen Häfen zu diesen strategischen Standorten – und übernimmt bereits heute Verantwortung für Deutschlands Energieversorgung.

Brunsbüttel liefert – heute und morgen. Bereits jetzt hat sich der Hafenstandort mit dem Elbehafen als tragende Säule der nationalen Energieversorgung durch LNG etabliert und liefert damit messbare Ergebnisse. Künftig wird vor Ort zusätzlich die Energietransformation vorangetrieben, unter anderem durch den geplanten Export von CO2 sowie den Umschlag grüner Energieträger.

Damit dieses Potenzial voll genutzt werden kann, braucht es jetzt Mut und entschlossenes Handeln auf Landes- und Bundesebene. Die Forderungen sind klar: Konsequenter Ausbau der Infrastruktur (insbesondere der Schienenanbindung), schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen.

Starker Appell für Wirtschaftsregion

„In Brunsbüttel sind staatliche Investitionen in Form von Infrastruktur extrem wirkungsorientiert und somit ein echter Wachstumsbooster für die Wirtschaft“ – so Doris Ipsen, Geschäftsführerin vom Unternehmensverband Unterelbe-Westküste. „Strategische Infrastrukturstandorte müssen in der politischen Prioritäten-Liste ganz nach oben gesetzt werden.“

Entscheidend ist vor allem ein stärkeres Bewusstsein für ihre Bedeutung Deutschlands wirtschaftlicher und energetischer Zukunft.

 

Pressekontakte:

Brunsbüttel Ports GmbH                                       Unternehmensverband Unterelbe Westküste

Frank Schnabel, Geschäftsführung                             Doris Ipsen, Geschäftsführung

f.schnabel[at]schrammgroup.de                             doris.ipsen[at]uvuw.de