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Leinen los! Die Region Brunsbüttel steckt den Kurs 2040 ab

Energiestaatssekretär Knuth: „Mit dem vorgestellten Zukunftsbild hat die Region Brunsbüttel eine klare Perspektive erarbeitet: Schleswig-Holsteins klimaneutrale Transformation und die industrielle Entwicklung vor Ort begünstigen einander.“

Brunsbüttel, 04.02.26: In Brunsbüttel wurde gestern Abend das seit Anfang 2025 mit Beteiligung zahlreicher Akteurinnen und Akteuren erarbeitete Zukunftsbild „Kurs Brunsbüttel 2040“ vorgestellt.

Der Industriestandort in der Region Brunsbüttel befindet sich im Wandel zu einer klimaneutralen Industrie- und Energieregion und zu einer Energiedrehscheibe mit nationaler Bedeutung. Zugleich verfolgt Schleswig-Holstein das Ziel, bis 2040 klimaneutrales Industrieland zu werden.

Joschka Knuth, Brunsbüttel-Koordinator der Landesregierung: „Die Region Brunsbüttel steht beispielhaft für diesen Wandel. Das heute vorgestellte Zukunftsbild zeigt, was möglich ist und wie ein klimaneutrales Industrieland 2040 aussehen kann. Die Energiewende ist der positive Treiber der industriellen Entwicklung vor Ort.“

Diese Entwicklung bietet neue Chancen für die Region, die optimal nur gemeinsam genutzt werden können. Um Antworten auf Fragen zur Weiterentwicklung des Standorts in den nächsten 15 Jahren zu erhalten, hat ein Fachbüro mit Hilfe von Datenanalysen, Planungsauswertungen, Interviews, einer Online-Beteiligung und Fachworkshops vor Ort ein Zukunftsbild erstellt. Ziel dieses gut einjährigen Prozesses ist es, ein gemeinsames Verständnis für die mögliche räumliche und themenbezogene Entwicklung des Standortes zu schaffen.

Romain Weckel, Bürgermeister Gemeinde Büttel: „Eine moderne Industrie, ein guter Wohn- und Lebensraum, eine intakte Natur und der verantwortungsbewusste Umgang mit Energie: das alles in Einklang zu bringen ist die Herausforderung der Zukunft.“

Martin Schmedtje, Bürgermeister Stadt Brunsbüttel: “Wir stehen als Region vor großen Aufgaben und die lösen wir nur gemeinsam. Das Zukunftsbild bietet uns eine klare Grundlage: Es benennt Perspektiven und Schlüsselprojekte.

Das in Form einer kurzweiligen Broschüre festgehaltene Zukunftsbild ist dabei keine Planung von oben, sondern ein mit Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Politik und Verwaltung aber auch Bürgerinnen und Bürgern entwickelter Beitrag der Region selbst.

Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft Westholstein: „Über die Jahrzehnte hat sich am Standort eine starke industrielle Basis und Logistik entwickelt. Heute ist der „ChemCoast Park Brunsbüttel“ nicht nur das größte zusammenhängende Industriegebiet in Schleswig-Holstein, sondern auch Norddeutschlands größter Möglichkeitsraum für die Industrie der Zukunft.“

Mit einer Fläche von rund 2.000 Hektar zählt der ChemCoast Park zu den Top 10 der größten Chemieparks in Deutschland und ist dank seiner bevorzugten Lage an Elbe und Nord-Ostsee-Kanal zugleich ein starker Logistik-Standort. Über 12.500 Arbeitsplätze in der Region und davon etwa 4.500 direkt im Industriegebiet werden von den Unternehmen am Standort beeinflusst. Die drei Brunsbütteler Häfen schlagen jährlich rund 12 Mio. Tonnen um.

Zukunft ist offen, aber für die Expertinnen und Experten vom Büro urbanista ist klar, was die Region Brunsbüttel bis 2040 erreichen will:

  • Der Industriestandort produziert klimaneutral und ist Vorreiter einer grünen Industrie.
  • Die Region gehört zu den führenden Energiehubs Nordeuropas.
  • Eine bessere Verkehrsanbindung stärkt die Position der Region im Standortwettbewerb.
  • Industriecluster und strategische Flächenentwicklung treiben das Wachstum.
  • Die Region ist ein attraktiver Lebensort und damit ein starkes Umfeld für die Wirtschaft.

Die heutige Veranstaltung mit rund 140 Teilnehmenden setzt keinen Schlusspunkt, sondern markiert als Meilenstein die nächste Prozessphase: das Arbeiten an der Umsetzung.

Landrat Claudius Teske, Kreis Steinburg: „Industrielle Entwicklung braucht verlässliche Infrastrukturen. Ob Schöpfwerk, Hochwasserschutz oder Anbindung an Straße und Schiene – hier entscheidet sich, was möglich ist. Das Zukunftsbild benennt die richtigen Themen.“

Landrat Thorben Schütt, Kreis Dithmarschen: „Das Zukunftsbild zeigt, wo es hingehen kann. Jetzt brauchen wir den nächsten Schritt: konkrete Umsetzung, klare Zuständigkeiten und eine starke Zusammenarbeit zwischen Land, Kreisen und Kommunen, damit der Standort seine Rolle als Energieregion weiter ausbauen kann.“

Hintergrund

Das Projekt „Kurs Brunsbüttel 2040“ wurde von der Landesregierung Schleswig-Holstein (vertreten durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur – MEKUN) zusammen mit der Stadt Brunsbüttel, dem Kreis Dithmarschen, dem Kreis Steinburg und der Entwicklungsgesellschaft Westholstein mbH entwickelt. Eine Projektgruppe begleitet die Umsetzung. Finanziert wird es von der Landesregierung. Die urbanista GmbH & Co KG hat das Zukunftsbild „Kurs Brunsbüttel 2040“ erstellt. Das Projektseite: www.kurs2040.de